Heute haben wir uns angesehen, was unsere transdanubischen Nachbar*innen so an Radwegsoffensive bauen. Nicht das Transdanubien in Wien, dort wohnen wir ja selber, sondern das in Ungarn, das bekanntlich auf der anderen Seite der Donau liegt, d.h. südlich und westlich. Abgesehen von dem Teil des Landes zwischen der Kleinen und der Moson-Donau, der ja streng genommen ein Intradanubien wäre (oder Interdanubien? Lateiner*innen vor!), aber trotzdem zu Transdanubien gehört. Gerade nicht Teil von Transdanubien, aber gleich hinter der Grenze, ist der kleine Zipfel Slowakei südlich der Donau, durch den man durch muss, wenn man so wie wir am Donauradweg und dann über Kittsee gen Osten fährt. Hier gibt es zwischen den Vororten Jarovce und Rusovce die anderthalb Kilometer lange Balkanstrasse (Balkánska), ein Stück Landstrasse zwischen zwei Ortsgebieten, gerne genutzt von übermotorisierten Bratislavaer SUV-Fahrenden für dringend notwendige Überholmanöver, mit denen man auf dieser Strecke ganz sicher 2 Sekunden gut machen kann. Mindestens. Das aber ist uns ab sofort völlig egal, denn man hat keine Kosten und/oder Mühen gescheut, wieder einmal die mitteleuropäischen Vorräte an rotem Asphalt aufgekauft, und auf beiden Seiten je einen Radweg errichtet. Endlich!
Die zweite Radwegsoffensive kommt etwa 20 Kilometer vor Győr. Hier gab es schon lange einen Radweg, so lange schon, dass er gut durchwurzelt und von beiden Seiten schon wieder von der Vegetation eingenommen, von Jahr zu Jahr schmäler zu werden schien. Auch damit ist jetzt Schluss. Der Radweg geht jetzt wieder als Radweg durch und bis auf den landestypischen gelben Mittelstreifen ist er auch schon fix und fertig. Sehr schön!
Jetzt, wo die Strecke weniger holprig ist, kann man die Aufmerksamkeit voll auf die Sehenswürdigkeiten der Region lenken, zum Beispiel auf das Konterfei des Fidesz-Kandidaten für die Wahlen nächste Woche, das hier an jedem Laternenpfahl hängt (und das ist nicht übertrieben). Dass es hier auch noch eine Opposition gibt, möchte man garnicht glauben. Aber zum Glück entscheidet die Zahl der Stimmen und nicht die der Plakate über den Ausgang der Wahl und da sind wir schon sehr gespannt.
Die Fotos

















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