Es war eine Schlammschlacht auf den Feldwegen, wie es das immer ist, wenn es um diese Jahreszeit einmal regnet. Sonne und Wind trocknen die dünne Schicht Gatsch nicht mehr auf, die entlang der March auf vielen Wegen liegt. Der sandig-feuchte Untergrund fühlt sich schwer an – oder sind das nur die Reiseräder, auf denen wir heute unterwegs sind? Die haben nämlich Kotflügel und wenn ich mir unsere Beine und die Räder so anschaue, dann ist so ein Kotflügel schon eine sinnvolle Sache. Wenn ich hin und wieder hinter einem Menschen nachfahre, der keinen hat, dafür aber diesen aparten braunen Streifen auf Hintern und Rücken, frage ich mich immer, warum in aller Welt irgendjemand die Segnungen dieser Erfindung gegen feuchtes Sitzen eintauscht. Und dann schaue ich, dass ich diesen Menschen ganz egoistisch überhole.
Im Moment geht die Sonne gefühlt 3 Stunden nach Sonnenaufgang schon wieder unter. Lange Touren sind da nicht drin, also geht es nach Břeclav, wo es auch matschig ist. Auf der Alternativstrecke, die nicht durch den Schlosspark führt, herrschen Bedingungen wie bei einem Cyclocross-Rennen und wir wissen jetzt wieder, warum wir diese Variante sonst meiden. Beeindruckt sind wir von einem Mann auf etwas, das ein Einrad 29er Mountainbike zu sein scheint. Er sucht sich sehr gekonnt den Pfad zwischen den Pfützen und schafft es so über dem Matsch zu schweben, dass die neongelbe Farbe seiner Jacke noch erkennbar ist.
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