Bedrohlich hat der Wetterbericht ausgesehen: ab dem frühen Nachmittag von Westen kommend ein Wolken- und Regenband, dazu dann ein von Südost auf West drehender Wind. Da geht sich keine richtig lange Tour aus, aber wenn man früh genug wegfährt (also für unsere Begriffe früh, so gegen 10), dann kann man versuchen dem Regen davon zu fahren. Keine langen Pausen, schnelles Essen beim Geier in Gänserndorf, keine ausufernden Foto-Halte.
So gibt es heute auch nur ein Foto von der ehemaligen Wehrkirche und ehemaligen Windmühle in Markgrafneusiedl. An der Ruine dieses Gebäudes (ja, das ist nur eines) sind wir auch schon unzählige Male vorbeigefahren und haben es doch glatt übersehen. Das liegt daran, dass es sich aus unserer normalen Richtung hinter einer riesigen Thuja versteckt. Die muss aber irgendwann in den letzten 200 Jahren so gewuchert sein und war 1809 ganz sicher noch nicht da, sonst hätte die Wehrkirchen-Windmühlen-Ruine bei der Schlacht am Wagram nicht als Kommandozentrale und Aussichtspunkt dienen können. Ein Aussichtspunkt, von dem aus man in eine Richtung nichts sieht, ist nämlich eher nur so mittelmässig brauchbar.
So ist es uns tatsächlich gelungen mit den ersten Regentropfen in Břeclav einzufahren. Aus dem Plan schnell im Supermarkt noch einzukaufen und dann Kaffee und Kuchen am Bahnhof zu geniessen wurde beim Blick aus der Tür ein fertiger Honigkuchen und auch der Kaffee – reden wir besser nicht davon. Aber immerhin: wir sind nicht nass geworden
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