Wien – Wulkaprodersdorf/Vulkaprodrštof – Deutschkreutz

⌴ 122.4km ⋅ ◿ 874hm ⋅ ◺ 840hm ⋅ ⤓ 155m ⋅ ⤒ 501m ⋅ ☀︎ 22°C ⋅ ◷ 6:08:13

Durch Tat­ten­dorf sind wir schon oft gefah­ren. Das ist der Ort mit dem ers­ten Selbst­be­die­nungs­su­per­markt Öster­reichs in einem Con­tai­ner, neben dem sich dann auch noch eine Selbst­be­die­nungs­vi­no­thek befin­det. Einen Bil­la hat man auch, stra­te­gisch gut gele­gen nach knapp 40 Kilo­me­tern und unweit des Bahn­hofs, durch den wir tat­säch­lich noch nie mit dem Zug gefah­ren sind.

Die­ser knapp 150 Jah­re alte Bahn­hof besteht aus dem Haupt­ge­bäu­de mit einem War­te­raum in ziem­lich ori­gi­na­lem Zustand, einem Was­ser­turm (ohne Was­ser), einem Wass­er­kran (eben­falls ohne Was­ser, aber man fährt ja ohne­hin nicht mehr mit Dampf) und einem komi­schen klei­nen Gebäu­de mit zwei ein­an­der gegen­über lie­gen­den Tür­öff­nun­gen. Dem Dehio ent­neh­me ich, dass es sich dabei um ein ehe­ma­li­ges Toi­let­ten­ge­bäu­de han­deln muss, heu­te aber befin­den sich die Toi­let­ten im Haupt­ge­bäu­de mit dem obli­ga­to­ri­schen Schild „Schlüs­sel beim Fahr­dienst­lei­ter“. Gut, aber wo ist der wie­der zu fin­den, hin­ter wel­cher der gar­nicht so weni­gen Türen ohne Auf­schrift? Nach ein­ein­halb Run­den ums Gebäu­de klop­fe ich ein­fach mal wo und fin­de tat­säch­lich einen Eisen­bah­ner, aber ohne Schlüs­sel, denn den hat der Kol­le­ge mit­ge­nom­men, der sel­ber mal muss­te. Nach zwei wei­te­ren Run­den ist auch der gefun­den und ich bin im vor­über­ge­hen­den Besitz des Schlüs­sels – knapp vor dem Dreh­wurm von zu viel im Kreis lau­fen. Bei der Schlüs­sel­rück­ga­be gibts dann noch ein kur­zes Fach­sim­peln zum The­ma Stell­werks­tech­nik. Das habe ich in der Auf­zäh­lung der Bahn­hofs­tei­le näm­lich noch ver­ges­sen: man hat hier noch eines der letz­ten mecha­ni­schen Stell­wer­ke des Lan­des und mit dem wer­den für jeden ein­fah­ren­den Zug noch Form­si­gna­le geschal­ten. So rich­tig mit gros­sen Hebeln!

Wir fah­ren wei­ter in Rich­tung Wul­ka­pro­ders­dorf, wo eine Kol­le­gin wohnt, die uns auf Kaf­fee, Eis und Kuchen ein­ge­la­den hat. Der­zeit ist dort Bau­stel­le, das unte­re Geschoss wird kom­plett umge­baut mit neu­em Est­rich, ein paar Wän­den weni­ger, neu­en Fens­tern und einem direk­ten Zugang zum Gar­ten. Wird sicher hübsch und ich kann mir auch den alten Küchen­herd aus Omas Zei­ten gut im Gar­ten vor­stel­len. Ohne schwe­res Gerät kriegt man die­ses Trumm sowie­so von der Tor­ein­fahrt, wo er jetzt steht, nicht mehr weg.

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