März ist die schönste Zeit im Garten: das Hochbeet ist wieder gut gefüllt und der Frühbeetaufsatz montiert. Heute in der Früh habe ich dann gesät (Mangold, Spinat, Blattsalate, Radieschen) und jetzt gibt es 3 Wochen lang nichts zu tun als gelegentlich einen Blick unter die Haube zu werfen und regelmässig ein wenig zu giessen. Da man aber nicht den ganzen Tag im Garten sitzen und den Radieschen beim Wachsen zusehen kann, haben wir heute die Reise- mit den Rennrädern vertauscht und eine Tour nach Znojmo unternommen. Ziel war ein Sundowner auf der Terrasse über der Thaya und wir haben es fast geschafft: die Sonne war bei unserer Ankunft astronomisch noch nicht untergegangen, aber schon hinter den Hügeln verschwunden. Punktlandung knapp verpasst. Das Bier gabs aber trotzdem.
Beim Einkauf fürs Abendessen im Zug kann ich dann der Versuchung nicht widerstehen. Das „Kaufland“ hat nämlich etwas, mit dem man eine der angeblich genialsten Erfindungen der Menschheit herstellen kann: es gibt dort eine Maschine zur Herstellung von geschnitten Brot. Also Brotlaib geschnappt und ran an die Maschine. Dieses Ding ist fast so gross wie eine Waschmaschine und zwar nur auf Tschechisch beschriftet, aber eigentlich deppensicher. Dachte ich. Brot rein, Deckel zu, 8, 10 oder 12 mm Scheibendicke wählen, Startknopf drücken, und wenn es fertig ist, geschnitten Brot entnehmen. Theoretisch wunderbar. Praktisch nicht ganz so, wenn das Brot noch frisch und warm ist. Das lässt sich nicht richtig schneiden und die Scheiben kleben dann auch noch untrennbar aneinander und reissen in der Mitte beim Trennen. Vielleicht wäre das auch auf der Maschine gestanden: „Kein heisses Mischbrot einfüllen“, so ähnlich wie auf allen Koloniakübeln seit Urzeiten zu lesen ist „Keine heisse Asche einfüllen“. Das steht da sicher drauf. Auf Tschechisch.
Zum Glück war ausser uns eh niemand im Zug, der uns beim Essen von löchrigem Brot mit Liptauer zugesehen hätte. Es war kein schöner Anblick.
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