Wien – Laa an der Tha­ya – Znojmo

⌴ 125.7km ⋅ ◿ 924hm ⋅ ◺ 821hm ⋅ ⤓ 155m ⋅ ⤒ 303m ⋅ ☀︎ 23°C ⋅ ◷ 7:28:23

Es ist ja nicht so, dass in Znoj­mo am Sonn­tag­nach­mit­tag sonst die Höl­le los ist, aber heu­te wirkt es schon beson­ders still als wir über den Platz fah­ren. Wir rum­peln über das Kopf­stein­pflas­ter zur Braue­rei und vor­bei am Brau­gast­hof. Hat der heu­te wirk­lich zu? Merk­wür­dig, aber dort woll­ten wir ohne­hin nicht ein­keh­ren. Aber auch bei der Rotun­de, unse­rem eigent­li­chen Ziel, haben wir kein Glück: kom­men­tar­los ist das Aus­ga­be­fens­ter geschlos­sen, noch nicht ein­mal ein Zet­tel infor­miert uns über den Grund. Oje, dann wer­den wir wohl etwas ande­res suchen müs­sen, auch wenn es nir­gends in der Stadt so eine schö­ne Aus­sicht gibt. Auf der Rück­fahrt in Rich­tung Horní Náměs­tí, dem obe­ren der bei­den Plät­ze, kom­men wir noch an der Mäh­ri­schen Vino­thek vor­bei, vor der gera­de ein­mal zwei Män­ner vor Glä­sern mit einer ver­däch­tig farb­lo­sen Flüs­sig­keit sit­zen. Ist das etwa Was­ser und gibt es heu­te auch die Vino­thek nicht? Was ist denn da los? Eine kur­ze Recher­che löst das Rät­sel: die Stadt hat heu­te wohl einen kol­lek­ti­ven Kater. Ges­tern war näm­lich gros­ses Wein­fest. Und heu­te ist wegen Ges­tern geschlossen.

Wir kau­fen beim Kauf­land ein Abend­essen für den Zug und bekom­men zwei Rei­hen hin­ter uns von Znoj­mo bis Wien Unter­hal­tung vom Feins­ten. Zwei jun­ge Män­ner sind mit ihren Gra­vel­bikes ein­ge­stie­gen und quas­seln die gan­ze Fahrt durch. Über Wien: „dumm, dass man sich ent­schei­den muss, auf wel­cher Sei­te der Donau man woh­nen möch­te“ – ja, da gäbe es auch noch die Donau­in­sel als Geheim­tipp für Unent­schlos­se­ne, aber dort möch­te man eigent­lich nicht woh­nen. Über den Preis von Lauf­rad­sät­zen für Renn­rä­der: „du hast doch so teu­re, da musst du für einen zwei­ten Satz min­des­tens mit 200 Euro rech­nen“ – die Quel­le für einen voll­stän­di­gen Lauf­rad­satz für ein Renn­rad um 200 Euro hät­ten wir erfra­gen sol­len. Über Euro­pa: „wenn du von der Bre­ta­gne über Deutsch­land, Tsche­chi­en und die Slo­wa­kei bis in die Ukrai­ne fährst, merkst du eigent­lich kei­nen Unter­schied“ – wir neh­men das über­rascht zur Kennt­nis und auf­merk­sa­me Leser*innen unse­res Blogs ver­mut­lich eben­so. Zum Glück gibt es die­se Unter­schie­de, sonst wäre Euro­pa ja lang­wei­lig, und viel­leicht gibt es nächs­te Woche auch wie­der ein Bier auf der Rotunde.

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