Die letzte grosse ungelöste Frage der Menschheit, genauer gesagt der Menschheit im öffentlichen Verkehr, ist diese: Warum setzen sich Menschen in der S‑Bahn auf den Toilettensitz? Damit meine ich nicht die Klobrille, auf die setzt sich freiwillig niemand. Die klappt man auch nicht hoch, was dann der Grund dafür ist, dass sich niemand draufsetzen mag, aber das ist eine andere Geschichte. Nein, ich meine den Klappsitz gegenüber der Toilettentür. Selbst wenn nur eine einzige Person im Zug ist, die damit fast (ich sage: fast) den Luxus eines Salonwagens geniesst, so sitzt diese Person mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% auf diesem Klappsitz und damit mit einer Wahrscheinlichkeit von nahezu 100% der nächsten einsteigenden Person, die sich somit einen anderen Sitzplatz suchen und an der Toilette vorbeiquetschen muss, im Weg. Sobald dann Kinderwagen oder Fahrräder kommen, muss der Toilettensitzer den Platz dann ohnehin räumen. Selbstverständlich unter Murren. Also: warum übt das Heisl in der S‑Bahn solch eine geradezu magnetische Wirkung aus? Eine Antwort lasse ich aber nicht gelten, nämlich die, dass man gleich bei der Tür bleibt, weil man ja nicht weit fährt. Ja, natürlich nicht! Niemand fährt in der S 80 weit, das ist ja eine S‑Bahn und nicht die Transsibirische Eisenbahn.
Wir fahren heute auch nicht weit. Wir sind nach dem ekelhaften Wetter der letzten Wochen noch ein wenig aus der Übung, aber immerhin: wir haben sie gesehen! Nach einem Monat des eisigen Nebelsuppengrauens können wir melden, dass die Sonne noch existiert und in etwa ab Bruck an der Leitha durchgängig zu sehen war. Für alle, die sich nicht mehr erinnern können, was das genau war, diese „Sonne“, haben wir sogar ein Bild davon angehängt. Und damit ist die Saison 2026 eröffnet.
Die Fotos








Schreibe einen Kommentar