Wien – Deutschkreutz

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Wer 2025 sei­nen Urlaub im Bur­gen­land ver­bringt, wird ein recht unty­pi­sches Jahr erle­ben. Anstel­le von strah­lend son­ni­gen 33 Grad und mehr ist es kühl und es gibt sogar rich­ti­gen Regen. Die Lust auf Strand­bad will sich unter sol­chen Bedin­gun­gen nicht ein­stel­len, dafür aber nut­zen zahl­lo­se Leu­te das Fahr­rad für eine Run­de am oder gar um den See. Die Gäs­te sind also da und die sind zahl­reich und kom­men aus allen Län­dern, wie man den Auto­kenn­zei­chen ent­neh­men kann. Heu­te haben wir sogar ein Wohn­mo­bil aus Finn­land gese­hen, aber war­um man von dort aus­ge­rech­net an den Neu­sied­ler See fährt, erschliesst sich mir nicht: hat man in Finn­land nicht sel­ber reich­lich Seen und Gelsen?

Doch nicht alle Gäs­te sind den Burgenländer*innen gleich lieb. Es gibt eine Grup­pe, die jedes Jahr wie­der­kommt, also schon zu den Stamm­gäs­ten zählt, der man aber gern wie­der die Tür zei­gen wür­de, wenn man denn könn­te. Geziel­te Unfreund­lich­kei­ten wie ner­ven­de Pfeif­ge­räu­sche konn­ten die Begeis­te­rung der Gäs­te für das Bur­gen­land bis­her nicht trü­ben, sie kom­men jedes Jahr um das war­me Kli­ma um den See und die Früch­te des Lan­des zu genies­sen. Es wur­de also zu här­te­ren Mit­teln gegrif­fen, sogar mit Flug­zeu­gen und Schüs­sen ver­sucht man sie zu ver­grä­men und zu ver­trei­ben, es wer­den Net­ze mon­tiert, und neu­er­dings wer­den auch Droh­nen ein­ge­setzt, als ulti­ma­ti­ves Mit­tel gegen die Sta­re. Die­se hüb­schen schwar­zen Vögel sind es näm­lich und nicht die Wie­ner, die hier auf der Beliebt­heits­ska­la ganz unten resi­die­ren. Sie fal­len über wert­vol­le Wein­gär­ten her und wür­den die Reben auch ger­ne leer­fres­sen, wenn man sie denn liesse. 

Die Tat­sa­che aber, dass irgend­je­mand, und sei­en es auch nur die Sta­re, schon die Trau­ben fres­sen wol­len wür­de und nicht nur vor Säu­re den Schna­bel ver­zieht, die­se Tat­sa­che zeigt uns, dass sich fast unbe­merkt und trotz sehr gemäs­sig­ter Tem­pe­ra­tu­ren doch so etwas wie ein Som­mer ent­wi­ckelt haben muss. Es zeigt uns aber auch, dass die­ser Som­mer jetzt lang­sam zu Ende gehen wird. Man könn­te sogar sagen, dass es schon ein wenig herbstelt. Aus­ser­dem hat­ten wir ges­tern schon den ers­ten Leb­ku­chen der Sai­son: Wein­beis­ser mit Zitronenglasur.

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Ein Kommentar zu „Wien – Deutschkreutz“

  1. @lechat @jon ☝️

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