Wien – Hegy­es­ha­lom – Győr

⌴ 141.9km ⋅ ◿ 640hm ⋅ ◺ 676hm ⋅ ⤓ 109m ⋅ ⤒ 209m ⋅ ☀︎ 25°C ⋅ ◷ 6:51:54

Nach­dem wir ges­tern etwas über­stürzt in den Zug gesprun­gen sind und kei­ne Zeit für ein halb­wegs anstän­di­ges Abend­essen hat­ten, müs­sen wir da heu­te wie­der hin und die­sen Feh­ler kor­ri­gie­ren. Natür­lich nicht auf der sel­ben Stre­cke, das wäre ja sonst dop­pelt lang­wei­lig. Es gibt heu­te also Bur­ger und danach als Ver­gleich zu ges­tern eine Rück­fahrt mit dem Rail­jet. Sel­be Stre­cke, aber da vibriert nichts. Sicher­heit wird in die­sem Zug gross geschrie­ben, wur­de uns heu­te wie­der ein­mal bestä­tigt. Kurz nach der Gren­ze mar­schiert der Zug­be­glei­ter durch den Wag­gon und schnur­stracks an uns vor­bei. „Da vor­ne ist nur noch die Lok“ wür­den wir nor­ma­ler­wei­se nach­ru­fen, denn es wer­den ger­ne Toi­let­ten an die­sem Ende des Wagens gesucht, aber soweit wird er sei­nen Zug ja wohl schon ken­nen. Wir hören lei­ses Flu­chen, dann kommt er zurück. „Spre­chen Sie Deutsch? Ah, das ist gut, ich muss Sie näm­lich bit­ten in den nächs­ten Wagen zu über­sie­deln, die Radln kön­nen hän­gen blei­ben.“ War­um das denn? Vor­ne sind bei­de Türen kaputt und das ist im Brand­fall zu gefähr­lich, in so einem Wagen dür­fen kei­ne Men­schen mehr fah­ren. Das ist in Ungarn offen­bar anders, aber dort fehlt auch die für Erfah­rung der Brand­ka­ta­stro­phe von Kaprun. Zur Erin­ne­rung: im Jahr 2000 kamen bei einem Brand in der Glet­scher­bahn Kaprun 155 Men­schen ums Leben. Da ist es uns dann schon lie­ber, wenn man bei der Sicher­heit ein wenig pin­ge­li­ger ist.

Und nun zu einem unter­halt­sa­me­ren The­ma: Ande­re Leu­te ver­wen­den zum Tes­ten von LLMs Prompts wie „Zeich­ne mir einen Peli­kan auf einem Fahr­rad“ (ja, gibts wirk­lich, die Ergeb­nis­se sind zum Tot­la­chen), ich habe mir gedacht, ich blei­be bei einem Gebiet, wo ich mich aus­ken­ne und habe LLMs nach einer siche­ren und schnel­len Fahr­rad­rou­te von Wien nach Pam­ha­gen im Bur­gen­land suchen und mir wich­ti­ge Weg­punk­te aus­ge­ben las­sen. Die Ant­wor­ten waren teil­wei­se ein ehr­li­ches „das kann ich nicht, ich bin ja nur ein sehr klei­nes LLM und habe kei­ne Kar­ten“. Ande­re Model­le haben uns von Wien über Gän­sern­dorf und Ober­wart nach Pam­ha­gen und mit der Kirch umd Kreuz geschickt oder gemeint, dass die schnells­te Rou­te über Mar­chegg und Andau im Bur­gen­land führt, das wären ja nur 5 Kilo­me­ter. Ich weiss nicht, in wel­cher Dimen­si­on man den Raum in wel­che Rich­tung bie­gen muss, damit das 5 Kilo­me­ter wer­den (es sind in Wahr­heit über 60), aber der tech­ni­sche Fort­schritt ist ja angeb­lich nicht auf­zu­hal­ten und so habe ich vor ein paar Tagen einen neu­en Ver­such gestar­tet. Deep Seek im „thin­king“ mode wird auf die Suche nach einer Rou­te von Wien nach Pam­ha­gen geschickt. Es „denkt“ zuerst ein wenig rum, geht auf die Suche nach Quel­len und fin­det dann einen Blog, der sehr vie­le Ein­trä­ge zu Rad­rou­ten hat. Von dort schlägt es mir dann eine vor, die gar­nicht so schlecht aus­sieht und mir auch sehr bekannt vor­kommt. Kein Wun­der, ihr habt es sicher schon erra­ten: die KI hat mir Ein­trä­ge aus unse­rem eige­nen Blog ser­viert. Wenn unser Blog sogar von einer chi­ne­si­schen KI als ver­läss­li­che Quel­le genannt wird, dann dür­fen wir uns jetzt schon als „glo­bal AI influen­cer“ bezeich­nen, oder?

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