Wien – Parndorf/Pandrof

⌴ 107.3km ⋅ ◿ 410hm ⋅ ◺ 368hm ⋅ ⤓ 139m ⋅ ⤒ 200m ⋅ ☀︎ 18°C ⋅ ◷ 5:47:47

Heu­te ist so ein Tag, an dem sich die Wet­ter­mo­del­le nicht einig sind. Das eine sagt, es wird im Nord­os­ten des Wein­vier­tels am ehes­ten tro­cken blei­ben, das ande­re ver­or­tet genau dort Regen und schickt uns ins Bur­gen­land. Einig sind sie sich dar­in, dass das March­feld erst gegen Abend dran­kommt, also neh­men wir uns die lang­wei­li­gen 45 Kilo­me­ter bis Hain­burg vor und ent­schei­den dort, wie es wei­ter­geht. Auf dem Donau­rad­weg ist an die­sem Fei­er­tag sicht­lich ein „star­ker Rei­se­tag“ und zwar einer mit vie­len sehr ordent­li­chen Rad­fah­ren­den mit gere­gel­tem Tags­ab­lauf. Sind wohl alles Beam­te, denn um 12 Uhr Mit­tag sit­zen sie brav an den Tischen am Rand des Weges und essen, was ihre Tup­per­bo­xen hergeben.

Ein paar blei­ben an der Schö­nau­er Furt ste­hen und die­je­ni­gen, die die Gegend ken­nen, bli­cken erstaunt bis ent­setzt auf das, was dort noch übrig ist. Wir sind ja schon vie­le, vie­le Male die­ses Stück des Donau­rad­we­ges gefah­ren und wir haben schon oft die wech­seln­den Was­ser­stän­de zur Kennt­nis genom­men, denn ein Auwald ist nun­mal genau des­halb so ein spe­zi­el­ler Lebens­raum. So wie heu­te hat es aber in all den Jah­ren noch nie aus­ge­se­hen, noch nicht ein­mal in den heis­ses­ten und tro­ckens­ten Som­mern. Man kann sich hier die Kom­bi­na­ti­on von Kli­ma­wan­del und poli­ti­scher Untä­tig­keit live und in Far­be anse­hen: Der Zufluss aus der Donau ist ver­lan­det und wo sonst Was­ser­vö­gel schwim­men und um die­se Jah­res­zeit die See­ro­sen blü­hen, ist fast nur noch Matsch statt Was­ser. Die See­ro­sen lie­gen im Tro­cke­nen, das Schwa­nen­nest ist leer, die Vögel aber sind nir­gends zu sehen. Ich stel­le mir vor, wie sie zu Fuss über den Matsch und die schon mit Land­pflan­zen über­wach­se­nen Tei­le des Küh­wör­ther Was­sers gegan­gen sind um Was­ser zu errei­chen. Nicht nur die Land­wirt­schaft braucht ihn drin­gend, auch der Lobau wird der Regen der nächs­ten Tage gut tun, aber hier wie dort wird er nicht ausreichen.

A pro­pos Regen: in Hain­burg ent­schei­den wir uns für die süd­li­che Vari­an­te und in Gols, nach einem wei­te­ren Blick auf das Regen­ra­dar, für den nächs­ten Zug nach Wien, den wir aller­dings ver­pas­sen. Also haben wir Zeit und fah­ren nach Parn­dorf, wo wir prompt vom nächs­ten Zug nur noch die roten Lich­ter sehen. Erst der drit­te ent­kommt uns nicht und bringt uns nach Wien. Nass gewor­den sind wir dann erst auf der Fahrt vom Bahn­hof nach Hau­se als es schon egal ist. Gut gemacht!

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