Tag 2: Kapu­vár – Pápa – Győr

⌴ 101.6km ⋅ ◿ 160hm ⋅ ◺ 164hm ⋅ ⤓ 115m ⋅ ⤒ 158m ⋅ ◷ 7:16:38 ⋅ Σ 214km

Als wir unse­re Pen­si­on ver­las­sen erken­nen wir den Platz hin­ter dem ehe­ma­li­gen Schloss fast nicht wie­der. Über Nacht hat er sich in einen Wochen­markt ver­wan­delt, auf dem es von Gemü­se über Honig und Wurst bis zu Klei­dung alles zu kau­fen gibt. Die Kund­schaft besteht haupt­säch­lich aus älte­ren Damen, die aus allen Rich­tun­gen auf älte­ren Damen­fahr­rä­dern mit Korb und Tasche ange­ra­delt kom­men und ihre Gefähr­te an irgend­wel­che Zäu­ne leh­nen. Rich­tig nie­der­län­disch wirkt das Zen­trum von Kapu­vár heu­te, aber die Toma­ten, die auf dem Markt ver­kauft wer­den, sind sicher nicht im Glas­haus gewachsen.

Glas­häu­ser braucht man hier für Toma­ten, Papri­ka, Gur­ken und Co. nicht, wir befin­den uns hier öst­lich des Neu­sied­ler Sees in einer Gegend, in der sowie­so alles wächst. Gleich­sam ein natür­li­ches Gewächs­haus, das uns heu­te noch ein­mal zeigt, was es kann, als wir bei 30 Grad durch die Ebe­ne fah­ren. Wenn man sich unse­ren Track von heu­te ansieht, so denkt man sich „das wäre aber auch kür­zer gegan­gen“ und damit hät­te man natür­lich recht, doch auf der Diret­tis­si­ma wären wir nicht an Pápa vor­bei­ge­kom­men und das wäre scha­de gewe­sen. Mehr als eine Platz­run­de um die Kir­che und einen Blick hin­über zum Schloss (Ester­há­zy – what else?) haben wir heu­te zwar noch nicht ris­kiert, aber wir wer­den wohl auch hier mal einen Over­nigh­ter machen. Wir müs­sen nur noch über­le­gen, mit wel­chem Rad und wann, denn rund 160 Kilo­me­ter sind mit den Ran­don­neu­sen ein wenig gar weit, wenn man sich im Ziel noch ein baro­ckes Juwel anse­hen will, gegen das schnel­le­re Renn­rad spricht aller­dings die Beschaf­fen­heit so man­cher unga­ri­scher Nebenstrasse.

Die Haupt­stras­se hier in der Gegend ist im Gegen­satz zu den Land­stras­sen alles ande­re als rum­pe­lig, sie ist ja auch erst seint 2 Jah­ren zur Benut­zung frei­ge­ge­ben. Ob es dar­an liegt, dass sich kaum ein Auto dar­auf ver­irrt? Die Stras­se hat pro Rich­tung 2 Fahr­strei­fen und ist kreu­zungs­frei aus­ge­baut, also eine rich­ti­ge Schnell­stras­se. Als sol­che ist sie auch maut­pflich­tig, aber es ist auch nicht so, dass mas­sen­haft Spa­re­frohs durch Her­um­kur­ven auf den Neben­stras­sen die Maut spa­ren wür­den, dort ist näm­lich auch nichts los. Und das an einem Don­ners­tag am frü­hen Nach­mit­tag! Etwas spä­ter sind wir dann in Győr auf einer lei­der nicht ganz so gemüt­li­chen Stadt­ein­fahrt unter­wegs, die sogar einen Rad­weg hat, der aber unver­mit­telt endet und uns in die rush hour ent­lässt. Für die­se letz­ten 2 Kilo­me­ter (und nur für die­se) gibt es dann im Stadt­zen­trum ein ver­dien­tes Eis mit aus­ge­spro­chen schmack­haf­ten Kalorien.

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Die Stre­cke

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    Kapu­vár – Pápa – Győr

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