Routenvariation im Nordwestwind: zuerst über Arbesthal nach Parndorf, von dort dann auf Gravel nach Zurndorf, teilweise entlang der Bahn und dann weiter nach Nickelsdorf. Auch sehr nett zu fahren, muss ich sagen, und ein paar Kilometer kürzer als die Standardroute an der Donau, dafür aber weniger fad.
In Nickelsdorf wird mir der Rückenwind dann kurzfristig zum Gegner. Er erledigt seinen Anschlag auf meine Gesundheit aber nicht selber, sondern lässt ein achtlos am Wegrand geparktes dreirädriges Behindertenfahrrad losrollen als ich daran vorbeikomme. Perfide, ganz perfide! Ulrich ist einen Meter weiter links und einen Meter weiter vorne und schafft es noch vor dem Dreirad, aber ich habe keine Chance mehr auszuweichen. Also ungebremst mit gut 30 Sachen rein in das Ding, auf der rechten Seite unter meinem eigenen Rad unsanft zum Halten gekommen und dann erst mal schauen, ob nach alles dran ist. Das Wichtigste zuerst: meinem Fahrrad ist nichts passiert, nur die Schaltung wird ein wenig Liebe brauchen. Ansonsten? Formulieren wir es positiv: ich habe jetzt die Gelegenheit älteres Equipment gegen modernere Modelle auszutauschen: Beinlinge, Helm, möglicherweise auch die Jacke. Wie sich geprellte Schulter und Kiefer, Bluterguss an Arm und Hüfte und ein paar Kratzer anfühlen, werde ich dann morgen erfahren. Und der „Unfallgegner“? Dem Buben ist nichts passiert und auch sein Fahrzeug ist sehr stabil gebaut, nur das linke Hinterrad hat jetzt einen kollosalen Achter. Hoffentlich schimpfen ihn seine Eltern nicht allzu sehr.
Gegen einen Abbruch der Tour spricht der Fahrplan der ÖBB: der Zug in Richtung Wien ist gerade erst gefahren. Also setzen wir die Fahrt auf der ab nun bekannten Strecke fort, davor bekomme ich zum Trost aber noch ein Eis beim vor zwei Tagen neu eröffneten Eismacher in Nickelsdorf. Diese Filiale ist so neu, dass die giftgrüne Farbe an der Fassade fast noch feucht ist, und neu ist auch, dass man hier mit Karte zahlen kann. Endlich!
Die Fotos
Mahlzeit
In Fischamend läufts
Ein ganz aufmerksamer Zuschauer
Die Blumen werden vielfältiger
Und bunter wirds auch
Die Blätter sprießen
Sonnenschein auf Schiene
Topografisch ist es allerdings anspruchslos
Narzistische Blumen
Jö schau, a Pfau - aus Plastik
Jetzt neu: der letzte Eismacher vor der Grenze (in Nickelsdorf)
Der Helm hat fertig
Schmatz
Auf der einen Seite vom Weg ists gelb
auf der anderen Seite violett
Man arbetet schon am Nachwuchs
Die Strecke









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