Tag 1: Wien – Bük

⌴ 145.2km ⋅ ◿ 606hm ⋅ ◺ 594hm ⋅ ⤓ 113m ⋅ ⤒ 208m ⋅ ☀︎ 28°C ⋅ ◷ 7:24:26 ⋅ Σ 145km

Wer E‑Bike-Fah­ren­den bei Pan­nen hilft, soll­te unbe­dingt zwei Grund­sät­ze beher­zi­gen: Zum einen gilt auch bei die­sen Maschi­nen, dass man sie zuerst kom­plett abdreht bevor man mit den Fin­gern in die Nähe des Antriebs kommt. Wenn man beim Her­um­schrau­ben die Peda­le bewegt, fühlt sich sonst die elek­tri­sche Unter­stüt­zung bemüs­sigt ihren Job zu tun und das wird sehr unan­ge­nehm für die Fin­ger. Fragt Ulrich, war­um wir sowas wis­sen! Der zwei­te Grund­satz ist, dass man sich über die sich abspie­len­den Sze­nen einer Ehe nur wun­dert, aber nicht ein­mischt. Wer schon wie­der das Werk­zeug zu Hau­se ver­ges­sen hat, trotz Hin­weis, und wer im Gegen­satz dazu das ver­ach­tungs­wür­di­ge Delikt des Schal­tens im Stand began­gen hat und dadurch das Her­un­ter­fal­len der Ket­te pro­vo­ziert hat – nicht unser Pro­blem. Wir ver­lei­hen einen pas­sen­den Innen­sechs­kant­schlüs­sel und was wir uns dabei den­ken, kann man uns hof­fent­lich nicht all­zu sehr ansehen.

Heu­te ist wie­der so ein Som­mer­tag, wie er frü­her ein­mal war. Das Copy­right für die­sen Spruch gebührt natür­lich Rudi Car­rell, der übri­gens nächs­te Woche sei­nen 20. Todes­tag fei­ern wür­de. Wenn er sowas denn fei­ern könn­te und woll­te. Er ist in die­sem Juni sicher sehr oft zitiert wor­den, denn der war ganz sicher kein Juni, wie er frü­her ein­mal war mit einer Hit­ze­wel­le bis zu 40 Grad und einer Land­schaft, die aus­sieht als hät­ten wir schon August. Die Hit­ze ist jetzt aber erst­mal vor­bei und wir nut­zen das Wochen­en­de und las­sen uns über den Neu­sied­ler See in Rich­tung Ungarn und dann nach Bük trei­ben. Die letz­ten ca. 50 Kilo­me­ter sind unga­ri­sche Land­stras­se vom Feins­ten: die meis­ten Löcher sind zwar gestopft, aber manch­mal kommt man sich in den Spur­ril­len vor wie ein Schie­nen­fahr­zeug. Die neu­en Renn­rä­der sind genau für sol­che Bedin­gun­gen gemacht: Stahl­rah­men, 32 mm Rei­fen­brei­te, 4 Bar Druck. Wer braucht da ein Gravelbike?

Über Bük gibt es wenig zu sagen. Es ist ein Kur­ort, in dem man noch zur kom­mu­nis­ti­schen Zeit eine Ther­mal­quel­le ent­deckt hat. Seit­her ist der Ort ein Tou­ris­mus­ma­gnet und ver­fügt daher auch über erstaun­lich vie­le Restau­rants. Dumm nur, dass Kür­gäs­te und Thermenurlauber*innen im Nor­mal­fall kei­nen beson­de­ren Hang zur Nacht­gastro­no­mie haben. Um 22 Uhr ist hier Schicht im Schacht und sogar die sonst so ver­läss­li­chen Tra­fi­ken sper­ren hier um 21 Uhr zu. Wir haben Glück und ergat­tern beim Kebab-Stand noch zwei Dosen Kirsch­bier für den lau­en Abend am Pool.

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