Wien – St. Pölten

⌴ 89.1km ⋅ ◿ 444hm ⋅ ◺ 330hm ⋅ ⤓ 155m ⋅ ⤒ 283m ⋅ ☀︎ 17°C ⋅ ◷ 4:19:00

Heu­te haben wir ihn dann mit den Rädern end­lich wirk­lich genom­men, den REX 8, der die kür­zes­te Eisen­bahn­ver­bin­dung zwi­schen zwei euro­päi­schen Haupt­städ­ten bedient. Auf­grund diver­ser Umstän­de und aus Tra­di­ti­on tut er das mit ein paar Gar­ni­tu­ren aus der Grab­bel­kis­te der ÖBB und der ZSSK. Das führt dazu, dass zwi­schen Wien und Bra­tis­la­va (Fahr­zeit 58 Minu­ten) ein Night­jet ver­kehrt. Na gut, es ist nur ein ein­zel­ner Wag­gon im Night­jet-Design und dass es noch dazu ein Sitz­wa­gen ist, ver­zei­hen wir den ÖBB, ein Schlaf­wa­gen zahlt sich ja nun wirk­lich nicht aus, noch dazu, weil wir ja schon in Stad­lau wie­der aus­stei­gen. In so einem Fall tut es auch ein alter Ers­te-Klas­se-Wagen. Eine ande­re Gar­ni­tur ver­fügt noch über die Spei­se­wa­gen­hin­weis­leuch­ten in den Gän­gen der alten Inter­ci­ty-Wag­gons, nicht aber über den dazu­ge­hö­ri­gen Spei­se­wa­gen. Aber immer­hin: die Toi­let­ten ent­spre­chen durch ein geschlos­se­nes Abwas­ser­sys­tem dem Stan­dard des 21. Jahrhunderts.

Was aber nicht dem gewohnt hohen Stan­dard ent­spricht ist die Bar­rie­re­frei­heit im Zug. Jetzt könn­te man sagen, dass das auf die­ser Stre­cke noch nie anders war und Kin­der­wa­gen, Dackel und Kof­fer immer in den Zug hin­ein- und wie­der her­aus­ge­ho­ben wer­den muss­ten. Was frü­her (also damals mit den Loch-im-Boden-Klos) aber bes­ser war, war die Fahr­rad­mit­nah­me. Da gab es den City-Shut­tle-Steu­er­kopf, der reich­lich Rad­plät­ze hat. Die jetzt ver­wen­de­ten alten Inter­ci­ty-Wagen haben je zwei Abstell­plät­ze, einen an jedem Ende. Ich stel­le mir lus­ti­ges Geren­ne vor beim Ver­such einen Ein­gang mit zufäl­lig gera­de frei­em Hän­ger zu fin­den. Und wie man dort ein Rad auf­hängt, möch­te ich gar­nicht so genau wis­sen. Ich glau­be, man muss zuerst das Fahr­rad durch die Lasche ziehn und dann die klei­ne Kur­bel ganz nach oben drehn. Da erscheint sofort ein Pfeil (in Rich­tung Spei­se­wa­gen) und da drü­cken Sie dann drauf – und dann sind Sie auch schon in Stad­lau und müs­sen wie­der raus. 

Mög­li­cher­wei­se sind 10 Minu­ten War­te­zeit auf die S 80 doch eine Opti­on beim nächs­ten Mal. 

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    Wien – St. Pölten

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4 Kommentare zu „Wien – St. Pölten“

  1. @lechat REX 8 und St. Plö­ten ? Ich bin verwirrt.

    1. @gnthr @lechat REX 8 bringt uns vom Haupt­bahn­hof nach Hau­se in die Donau­stadt (oder auch die S80 oder die R81)

      1. @uk @lechat Ahh, der wun­der­ba­re Text war nur für die letz­ten fünf Minu­ten. (Hof­fent­lich hab ich da jetzt nicht län­ger gele­sen und nach­ge­dacht als die Fahrt dauerte.)

        1. @gnthr @lechat 9 Minu­ten – so viel Zeit muss sein. Aber kei­ne Sekun­de län­ger – es sei denn, der Zug hat Verspätung

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