Tag 4: Linz – Amstetten

⌴ 68.6km ⋅ ◿ 321hm ⋅ ◺ 327hm ⋅ ⤓ 235m ⋅ ⤒ 375m ⋅ ☀︎ 7°C ⋅ ◷ 3:49:58 ⋅ Σ 295km

In lan­gen Rei­hen lie­gen die Toten­schä­del sau­ber über­ein­an­der gesta­pelt am Stras­sen­rand, es müs­sen Tau­sen­de und Aber­tau­sen­de sein. Wel­che Völ­ker­schaf­ten haben ein­an­der hier im Most­vier­tel gegen­sei­tig aus­ge­rot­tet, fra­gen wir uns. Sekun­den­bruch­tei­le spä­ter rea­li­sie­ren wir, dass der Nebel uns mit den Res­ten der heu­ri­gen Zucker­rü­ben­ern­te genarrt hat. 

Im Nebel und mit dicken Ohren­klap­pen gegen die Käl­te ist es toten­still, kein Vogel, kei­ne Kir­chen­glo­cken, noch nicht ein­mal die Moto­ren der pflü­gen­den Trak­to­ren sind zu hören. Heu­te muss ein Geräusch schon sehr durch­drin­gend sein um zu unse­ren Ohren durch­zu­drin­gen. Waren das gera­de Schüs­se? Ja, tat­säch­lich, und gleich noch eine Sal­ve. Ein Mord! Das muss ein Mord gewe­sen sein! Und wie­der baut unse­re Gehir­ne aus dem weni­gen, was sie in Grau in Grau wahr­neh­men kön­nen, sofort eine Geschich­te. Das Opfer wird von Fischern aus dem Stau­be­reich des Kraft­werks Wall­see gezo­gen, es han­delt sich um eine Renn­rad­fah­re­rin im schwar­zen Rapha-Tri­kot. Oder war es viel­leicht doch eine Rot­te Wild­schwei­ne, denen die Schüs­se gegol­ten haben?

Als uns dann auf der Stras­se hin­ter Ard­ag­ger auch noch der Weih­nachts­mann auf einem Quad ent­ge­gen kommt, wis­sen wir schon, dass wir unse­ren Sin­nen heu­te nicht trau­en dür­fen. Obwohl: womit soll er auch sonst fah­ren, Schnee für den Ren­tier-bespann­ten Schlit­ten liegt ja noch nicht.

Und haben wir dann ganz oben auf dem Hügel vor Amstet­ten wirk­lich die Son­ne gese­hen, bleich hin­ter Nebel­schwa­den fast ves­teckt? Zum Glück haben wir wenigs­tens dafür Beweisfotos.

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    Linz – Amstetten

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