Tag 2: Linz – Passau

⌴ 98.4km ⋅ ◿ 265hm ⋅ ◺ 257hm ⋅ ⤓ 255m ⋅ ⤒ 328m ⋅ ☀︎ 4°C ⋅ ◷ 4:50:40 ⋅ Σ 169km

Im Novem­ber ein paar Son­nen­strah­len ein­zu­fan­gen bedarf eines Niveaus an Orga­ni­sa­ti­on, das das unse­re über­steigt. Im neb­li­gen Donau­tal ist die Son­ne der­zeit näm­lich ein sel­ten gese­he­ner Gast, man müss­te ins Mühl­vier­tel hin­auf fah­ren. Wenn man aus Gewohn­heit in Rich­tung Wes­ten auf­bricht, heisst das: Fäh­re und die fah­ren im Novem­ber nicht, haben wir heu­te gelernt. Also geht es nach Pas­sau, wo wir einen aller­letz­ten Blick auf ein Fle­ckerl blau­en Him­mel erwi­schen bevor die Nacht über uns herfällt.

In Pas­sau bestei­gen wir einen Zug nach Irgend­wo und dort einen ande­ren nach Linz. Der Nebel dämpft bekannt­lich alle Geräu­sche, doch das gilt nicht im Zug und so bekom­men wir von unse­ren Sitz­nach­barn eine tief­trau­ri­ge Geschich­te mit. Zwi­schen Irgend­wo und Linz steigt näm­lich ein Grüpp­chen jun­ger Män­ner ein, die Zug­be­glei­te­rin kon­trol­liert die Tickets, doch einer hat kei­nes. Das kön­ne man doch eh im Zug kau­fen, oder? Ja, kön­ne man, kos­tet 105 Euro. Oh, wenn er das gewusst hät­te und nicht sol­che einen Stress vor dem Ein­stei­gen gehabt hät­te… Aus­nahms­wei­se bekommt er die Erlaub­nis das Ticket noch per App zu kau­fen und als sie im nächs­ten Wagen ver­schwun­den ist, erfährt unser Wag­gon, um wel­che Art von Stress es sich gehan­delt hat. Der Bei­na­he-Schwarz­fah­rer ist näm­lich nur der­zeit und aus­nahms­wei­se Bahn­fah­rer. Das Leben ist bekannt­lich hart und nur mit einem Auto zu bewäl­ti­gen, vor allem auf dem Land, wo das Leben beson­ders hart ist und man in der eige­nen Gemein­de kei­nen eige­nen „Mäci“ hat. Da hat­te man eines Abends aber schon gros­sen Hun­ger und muss­te ganz schnell nach Wels düsen, wo es einen gibt. So ver­hun­gert war man schon, dass man mit 132 km/h auf einer Stras­se mit 70er Beschrän­kung geblitzt wur­de (132 unter Ein­be­rech­nung der Mess­to­le­ranz). Jetzt ist man schon seit Mona­ten ohne Füh­rer­schein und kann erst am 9.12. bei der Amts­ärz­tin vor­spre­chen um ihn wie­der­zu­krie­gen, mit etwas Glück ver­langt sie kein psy­cho­lo­gi­sches Gut­ach­ten, was das gan­ze noch wei­ter ver­zö­gern würde. 

Einen Monats­lohn hat die Akti­on schon gekos­tet. Dazu noch zum Bahn­fah­ren ver­don­nert sein und abge­schnit­ten von der „Mäci“-Versorgung. Wahr­lich ein schwe­res Schick­sal, wir sind zu Kro­ko­dils­trä­nen gerührt.

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    Linz – Passau

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2 Kommentare zu „Tag 2: Linz – Passau“

  1. @lechat 🐊😂

    1. @informatom @lechat such a sad story 😁

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