
Die Katze reist, die Kette schnurrt

Zwischen Bitterfeld und Leipzig haben wir sie gefunden, die blühenden Landschaften, die Helmut Kohl damals versprochen hat. Bitterfeld und seine Umgebung war vor der Wende ein Zentrum des Braunkohletagbaus, davor auch schon Industriestadt. Bevor die DDR unterging „erfreute“ sich die Stadt des Titels „dreckigste Stadt Europas“, ein Titel, auf den sie aber nicht allein Anspruch…

Die heutige Fahrt mit dem Regionalzug hat unsere Pünktlichkeitsquote auf 50% gehoben, wird aber trotzdem auf absehbare Zeit die letzte gewesen sein. Nach wenigen Stationen ist der Zug voll, kurz darauf übervoll, und das ist der Zeitpunkt, zu dem man dann merkt, dass im Wagen die Lüftung nicht funktioniert. Merkt man auch am Verhalten der…

Bevor wir uns morgen auf den Weg gen Süden machen, wird es Zeit eine kleine Bilanz zu ziehen. Was spricht für einen Urlaub „im Norden“ und was dagegen? Erstens ist das Klima ein grosses Plus. Nach einem Sommer mit 40 Grad in Wien sind die hiesigen Temperaturen eine echte Erholung. Mein Körper kann jetzt wieder…

Dies ist Teil drei des Selbstversuchs „Überleben in der Deutschen Bahn“ und ich sags gleich: er geht nicht gut aus. Begonnen hat er mit sehr rechtzeitiger Anreise zum (btw. sehenswerten) Bahnhof, dort noch ein Mittagessen beschafft und runter auf den Bahnsteig. Der Zug fährt planmässig in 25 Minuten, der Bahnsteig ist aber jetzt schon voll…

„Der Zug war pünktlich“ ist ein Werk der phantastischen Literatur. Das bemerken wir sofort nachdem wir das Gebiet der Deutschen Bahn betreten, wenige Kilometer hinter der Grenze, in Niebüll gibt es gleich die erste Verspätung des Anschlusszuges. Dafür gibt es dann aber auch etwas zu sehen: den Autoreisezug nach Sylt, auf dem es scheinbar Pflicht…

Wir waren geistig darauf vorbereitet erst gegen 10 Uhr oder 10 Uhr 30 in Hamburg aus dem Zug zu steigen, doch der Zug war auf die Minute pünktlich in Hamburg, wenn auch am Bahnhof Hamburg Harburg, also am falschen Ende der Stadt. Damit aber ist unser Kontingent an Wundern für den heutigen Tag erschöpft. Na…

Im November ein paar Sonnenstrahlen einzufangen bedarf eines Niveaus an Organisation, das das unsere übersteigt. Im nebligen Donautal ist die Sonne derzeit nämlich ein selten gesehener Gast, man müsste ins Mühlviertel hinauf fahren. Wenn man aus Gewohnheit in Richtung Westen aufbricht, heisst das: Fähre und die fahren im November nicht, haben wir heute gelernt. Also…

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Es ist jetzt fast 14 Jahre her, dass wir beschlossen haben eine neue Art von Urlaub auszuprobieren und mit dem Rad von der Quelle der Donau (oder was wir damals dafür gehalten haben, denn nach Furtwangen hätten uns damals nur 10 Pferde gebracht. Oder auch eines, Hauptsache nicht selber fahren müssen) nach Wien zu fahren.…

Heute Abend haben wir etwas vor, aber davor ist noch Zeit für einen kleine Radtour nach Bamberg. 67 km lang geht es auf Landstrassen, Feldwegen und einigen fränkischen „strade bianche“ entlang des Rhein-Main-Donau-Kanals nach Norden. Unspektakulär und ohne jegliche Steigungen, nur unsere Räder haben unterwegs irgendwie die Farbe gewechselt, oder waren die schon immer so…

„Na, des geht ned“, wird uns gleich nach der Ankunft schon ein Wunsch abgeschlagen, „aber da habts eh ned viel versamt“, heisst es dann zum Trost. Wir lernen: Mindestabnahmemenge für Bratwürstel ist drei Stück und das gilt auch für die fleischlose Version. Ob sie denn wenigstens gut wären? „Es gibt a paar, denen schmeckns, aber…