Wien – Retz

⌴ 97.0km ⋅ ↗ 340hm ⋅ ↘ 242hm ⋅ ⤓ 157m ⋅ ⤒ 295m ⋅ ◷ 5:47:26

In den Wein­ber­gen um Retz fin­det sich seit dem Jahr 1700 eine Sta­tue, die im Volks­mund der „knot­zen­de Herr­gott“ genannt wird, wie wir der Tafel dane­ben ent­neh­men dür­fen. Wir hät­ten sie ja eher „Herr­gott am Heisl“ genannt, denn so sieht sie auch aus: hoch erho­ben auf einer Säu­le sitzt er, das Gewand in Fal­ten auf den Ober­schen­keln dra­piert, die Arme auf den Knien auf­ge­stützt, kon­zen­trier­ter Blick. Gott ist Mensch gewor­den, in jeg­li­cher Hinsicht.

Hier hät­te ein­mal die Reichs­stras­se ver­lau­fen sol­len, erfah­ren wir wei­ters. Von Hol­la­brunn über Zel­lern­dorf und Retz und nicht über Jet­zels­dorf und Kleinhaugs­dorf wäre man dann nach Prag gefah­ren. Das Ruf­zei­chen hin­ter die­sem Satz auf der Tafel wirkt so als näh­me man den dama­li­gen Ent­schei­dern die­se Tras­sen­ver­le­gung noch immer ein wenig übel. Statt der Reichs­stras­se war hier nur der Fuss­weg von Zel­lern­dorf nach Retz und auch hin­ter die­sem Satz befin­det sich ein Ruf­zei­chen, so als ob man dem Wegerl durch den Wein­gar­ten wenigs­tens auf die­se Art etwas Wich­tig­keit ein­hau­chen könnte. 

Unbe­deu­ten­de Ver­kehrs­ver­bin­dun­gen gibt es hier auch auf der Schie­ne: den Reb­laus­ex­press von Dro­sen­dorf sehen wir gera­de ankom­men als wir nach Wien zurück­fah­ren und die Bahn­li­nie Laa-Zel­lern­dorf über­que­ren wir gefühl­te 20 mal. Ein Blick auf die Kar­te bestä­tigt mei­nen Ein­druck, dass die­se Bahn­li­nie in Schlan­gen­li­ni­en durchs obe­re Wein­vier­tel führt aller­dings nicht, eigent­lich ver­läuft sie recht gera­de. Dann ist es wohl doch die Rad­rou­te, die hier Haken schlägt bevor sie auf dem Ret­zer Haupt­platz genau vor dem Eis­sa­lon mit dem Wald­vier­tel­be­cher endet. Wie praktisch!

Die Fotos

Die Stre­cke


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert