Heute haben wir ihn dann mit den Rädern endlich wirklich genommen, den REX 8, der die kürzeste Eisenbahnverbindung zwischen zwei europäischen Hauptstädten bedient. Aufgrund diverser Umstände und aus Tradition tut er das mit ein paar Garnituren aus der Grabbelkiste der ÖBB und der ZSSK. Das führt dazu, dass zwischen Wien und Bratislava (Fahrzeit 58 Minuten) ein Nightjet verkehrt. Na gut, es ist nur ein einzelner Waggon im Nightjet-Design und dass es noch dazu ein Sitzwagen ist, verzeihen wir den ÖBB, ein Schlafwagen zahlt sich ja nun wirklich nicht aus, noch dazu, weil wir ja schon in Stadlau wieder aussteigen. In so einem Fall tut es auch ein alter Erste-Klasse-Wagen. Eine andere Garnitur verfügt noch über die Speisewagenhinweisleuchten in den Gängen der alten Intercity-Waggons, nicht aber über den dazugehörigen Speisewagen. Aber immerhin: die Toiletten entsprechen durch ein geschlossenes Abwassersystem dem Standard des 21. Jahrhunderts.
Was aber nicht dem gewohnt hohen Standard entspricht ist die Barrierefreiheit im Zug. Jetzt könnte man sagen, dass das auf dieser Strecke noch nie anders war und Kinderwagen, Dackel und Koffer immer in den Zug hinein- und wieder herausgehoben werden mussten. Was früher (also damals mit den Loch-im-Boden-Klos) aber besser war, war die Fahrradmitnahme. Da gab es den City-Shuttle-Steuerkopf, der reichlich Radplätze hat. Die jetzt verwendeten alten Intercity-Wagen haben je zwei Abstellplätze, einen an jedem Ende. Ich stelle mir lustiges Gerenne vor beim Versuch einen Eingang mit zufällig gerade freiem Hänger zu finden. Und wie man dort ein Rad aufhängt, möchte ich garnicht so genau wissen. Ich glaube, man muss zuerst das Fahrrad durch die Lasche ziehn und dann die kleine Kurbel ganz nach oben drehn. Da erscheint sofort ein Pfeil (in Richtung Speisewagen) und da drücken Sie dann drauf – und dann sind Sie auch schon in Stadlau und müssen wieder raus.
Möglicherweise sind 10 Minuten Wartezeit auf die S 80 doch eine Option beim nächsten Mal.
Die Fotos







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