Wien – Pamhagen

⌴ 102.0km ⋅ ↗ 210hm ⋅ ↘ 245hm ⋅ ⤓ 120m ⋅ ⤒ 188m ⋅ ◷ 5:44:36

Da hin­ten in Ungarn ist es schon ziem­lich unan­ge­nehm grau und auch wenn das Gewit­ter erst für 18:40 ange­kün­digt ist, sit­zen wir lie­ber jetzt tro­cken im Zug als unser Glück zu ver­su­chen. Was, wenn dann um 18:25 schon das Wet­ter vor der Tür steht „es stört euch eh nicht, wenn ich schon da bin? Ja, ist ein bis­serl frü­her, aber es ist schnel­ler gegan­gen, weni­ger Ver­kehr als gedacht. Ist OK für euch, wenn ich hier schon mal anfan­ge?“ Man will dann ja auch nicht unhöf­lich sein…

Viel Ver­kehr war heu­te wirk­lich nicht. Wir machen ja manch­mal unse­re klei­nen pri­va­ten Ver­kehrs­zäh­lun­gen, bei denen wir in den letz­ten Jah­ren das ste­ti­ge Zuneh­men des Ebike-Anteils beob­ach­ten konn­ten. An einem Wochen­en­de wie heu­te dau­ert es nor­ma­ler­wei­se nicht lan­ge bis die 100 Räder für die Zäh­lung an uns vor­bei­ge­fah­ren sind, aber heu­te sind wir bei ins­ge­samt rund 70 in den Zug gestie­gen. 70 Rad­fah­ren­de (eigent­lich 71, es war ein Tan­dem dabei) zwi­schen Neu­siedl und Pam­ha­gen, das ist eigent­lich nichts. „Sagt mir, wo die Rad­ler sind, wo sind sie geblie­ben?“, sin­gen wir vor uns hin. Ja, wohin sind sie wirk­lich alle? Wir haben hier schon Wochen­en­den erlebt, an denen es am Neu­sied­ler See schon fast zur Stau­bil­dung gekom­men ist, aber heu­te ist ein­fach nichts los. Tote Hose bei eigent­lich gutem Rad­fahr­wet­ter. Auch der Som­mer­zug um 17:51 ab Pam­ha­gen, in dem wir jetzt sit­zen, ist fast leer. Ist es schon zu früh von einem Ende des Fahr­rad­booms zu spre­chen oder ist heu­te nur wie­der irgend­ei­nes von die­sen Fuss­ball­spie­len und alle sit­zen vor dem Fernseher?

Es gibt aber auch gute Nach­rich­ten: im Zick­see ist wie­der etwas Was­ser. Zwar ist es viel zu wenig um dar­in zu baden und ich bin mir sicher, dass die Wild­gän­se, die hier ihre Jun­gen auf­zie­hen, eigent­lich Grund haben, aber für die Jung­vö­gel scheint es zu rei­chen und ein klein wenig Was­ser ist doch immer­hin bes­ser als kei­nes, oder? Ob das die Betrei­ber des Cam­ping­plat­zes und der Cafes am See auch so sehen, darf aber bezwei­felt wer­den. Die Stim­mung am See hat mit der von frü­her nur noch wenig zu tun, es ist gespens­tisch ruhig am Ufer, gan­ze zwei Men­schen nut­zen die Lie­ge­wie­se unter Bäu­men. Immer­hin: weni­ger Tru­bel am See freut die Was­ser­vö­gel und die frei­en Plät­ze am Cam­ping­platz haben die Zie­sel besiedelt.

Die Fotos

Die Stre­cke


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