Tag 14: Debre­cen – Nyíregyháza

⌴ 93km ⋅ ↗ 102hm ⋅ ↘ 107hm ⋅ ⤓ 114m ⋅ ⤒ 163m ⋅ ◷ 5:38:01  ⋅ Σ 1337km

Wir befin­den uns jetzt im äus­sers­ten nord-öst­li­chen Zip­fel Ungarns, dort wo Ungarn an die Slo­wa­kei, die Ukrai­ne und Rumä­ni­en stösst. Auf dem Hel­den­platz von Nyí­regy­há­za (vom For­mat her eher der Asper­ner als “der” Hel­den­platz, wenn auch ein sehr schö­ner Park) wer­den wir wie­der ein­mal dar­auf hin­ge­wie­sen, dass Ungarn bis zum Ver­trag von Tria­non auch wei­te Gebie­te in die­sen Län­dern umfasst hat: man hat hier 2020 zum hun­dert­jäh­ri­gen “Jubi­lä­um” eines der zahl­rei­chen Tria­non-Denk­mä­ler errich­tet, mit denen sich Ungarn in den letz­ten Jah­ren so ger­ne schmückt. Hier aber ist es nicht nur die berühm­te Kar­te mit den schraf­fier­ten “ver­lo­re­nen” Gebie­ten, es gibt auch ein Kunst­werk zu sehen. Auf einem klei­nen Hügel liegt eine Brust­schei­be, die an die his­to­ri­schen Vor­fah­ren der Ungarn erin­nern soll. Die­se Brust­schei­be ist 1920 zer­bro­chen, aber inzwi­schen wächst ein meter­ho­her bron­ze­ner Lebens­baum (wich­ti­ges bibli­sches Sym­bol!) her­aus und hat Wur­zeln geschla­gen. Sub­ti­li­tät ist was ande­res, aber wann war Natio­na­lis­mus schon mal subtil?

Die Land­schaft ist wei­ter­hin flach, manch­mal gibt es leich­te Anklän­ge an Hügel­chen, aber nur ganz leich­te. Die Mais-Son­nen­blu­men ‑Wei­zen-Son­nen­blu­men-Wei­zen-etc. Land­schaft ist inzwi­schen aber durch eine lich­ten Laub­wald ergänzt, der uns beim Rad­fah­ren auf den Rad­we­gen Schat­ten spen­det. Wir fah­ren einen klei­nen Umweg und machen zu Mit­tag Rast in Nyír­bá­tor, einer klei­nen Stadt mit einem eben­falls sehr hüb­schen Stadtplatz/Stadtpark, um den sich die Häu­ser rei­hen. Die­se Plät­ze, die manch­mal fast Wäld­chen glei­chen, gefal­len uns hier aus­ge­spro­chen gut, wie auch die meist sehr schön begrün­ten, fast bewal­de­ten Stras­sen in den Städten.

Sol­che Stras­sen und Plät­ze hat auch Nyí­regy­há­za, dane­ben aber auch sicht­ba­re Schä­den aus dem Zwei­ten Welt­krieg, die danach mit moder­nen Bau­ten ersetzt oder frei gelas­sen wur­den. Ein klein wenig Jugend­stil hat man hier auch und auch eine Baum­horn-Syn­ago­ge, eine sei­ner letz­ten und lei­der auch schon geschlossen.

Zen­trums­nah gibt es hier ein gros­ses Ein­kaufs­zen­trum und wir besit­zen jetzt Bade­klei­dung und haben den fes­ten Vor­satz die­se in den ver­blei­ben­den Urlaubs­ta­gen nass zu machen. Fotos wer­den wir euch aber erspa­ren – wir haben inzwi­schen Tan­li­nes wie die Radprofis.

Die Fotos

Die Stre­cke


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