
Die Katze reist, die Kette schnurrt

Die Fahrradsaison beginnt am 1. Jänner und wir sind natürlich dabei, auch wenn wir nicht mehr „müssen“. Keine besondere Strecke und keine Bahnfahrt, dafür aber beobachten wir auf dem Rückweg auch mal ein alternatives Verkehrsmittel und merken, wie laut Flugzeuge beim Starten und Landen wirklich sind. Das Hochdrehen des Motors beim Starten ist ebenso deutlich…

Von Wien nach Parndorf fahren wir normalerweise nicht. Nicht auf der direkten Strecke und nicht mit Parndorf als Ziel. Es sei denn wir hätten eine Mission zu erfüllen, heisst ich habe eine Mission zu erfüllen, die von Ulrich war ja nicht mehr erfüllbar, nachdem er den 25.12. lieber auf der Couch verbracht hat statt mit…

Wer Zeit hat, fährt heute mit Regionalzügen besser. Wer nicht rechtzeitig reserviert hat, auch. Die Railjets sind nämlich voll, die Westbahnen auch, denn irgendwie müssen die 800.000 Besucher*innen des Silvesterpfades ja nach Wien transportiert werden, sollten sie nicht schon in der Stadt sein. Wir werden dort nicht hingehen, wie wir schon die letzten 20 Jahre…

Im Winter bleibt man mit dem Rad besser in der Ebene. Im Sommer kommt man bergauf zwar mehr ins Schwitzen, dafür aber kühlt bei den Abfahrten angenehm der Fahrtwind. Das mit dem Wind funktioniert auch jetzt im Winter (der Physik ist das Wetter herzlich egal), sodass sich 60 Höhenmeter anfühlen wie eine Abfahrt in den…

Im Winter sind die Bäume viel höher als im Sommer, sogar das Schilf am Neusiedler See wirft Schatten, in dem man im Juli einen ganzen Schanigarten unterbringen könnte. Doch wer wollte sich dort im Dezember hinsetzen, zu einer Jahreszeit, wo das Maximum an Outdoor-Gastronomie ein Glühwein am Christkindlmarkt ist und den trinkt man bekanntlich im…

Die Zahlen der heutigen Tour lauten: 0 – 113 – 2 – 0 – 20 – 87 – 500. Null Kilometer beim heurigen Festive500 hat Ulrich bis jetzt, ich hingegen habe schon 113 und damit einen Vorsprung. Also müssen wir bei einer Tageshöchsttemperatur von 2 Grad heute raus und Kilometer sammeln. Immerhin waren es schön…

Es war geweissagt worden, dass im Westen ein Stern aufgehen würde und so machten sich die zwei Weisen aus dem Osten des Landes auf den Stern zu suchen und für die Nachwelt abzulichten. Es handelte sich nämlich um ein um die Jahreszeit sehr seltenes Ereignis, der Stern war in der Bundeshauptstadt schon seit Wochen nicht…

Es war eine Schlammschlacht auf den Feldwegen, wie es das immer ist, wenn es um diese Jahreszeit einmal regnet. Sonne und Wind trocknen die dünne Schicht Gatsch nicht mehr auf, die entlang der March auf vielen Wegen liegt. Der sandig-feuchte Untergrund fühlt sich schwer an – oder sind das nur die Reiseräder, auf denen wir…

In langen Reihen liegen die Totenschädel sauber übereinander gestapelt am Strassenrand, es müssen Tausende und Abertausende sein. Welche Völkerschaften haben einander hier im Mostviertel gegenseitig ausgerottet, fragen wir uns. Sekundenbruchteile später realisieren wir, dass der Nebel uns mit den Resten der heurigen Zuckerrübenernte genarrt hat. Im Nebel und mit dicken Ohrenklappen gegen die Kälte ist…

Nebel bei 5 Grad. Kalte Finger, eisige Füsse, laufende Nase. Vor Kirchdorf will eine Entscheidung getroffen werden: riskieren wir es in die Bezirkshauptstadt zu fahren, knapp den Zug zu verpassen und eine Stunde herumzusitzen oder drehen wir um und steigen in der Stinkekäse-Metropole Schlierbach in den Zug? Schlierbach it is.

Im November ein paar Sonnenstrahlen einzufangen bedarf eines Niveaus an Organisation, das das unsere übersteigt. Im nebligen Donautal ist die Sonne derzeit nämlich ein selten gesehener Gast, man müsste ins Mühlviertel hinauf fahren. Wenn man aus Gewohnheit in Richtung Westen aufbricht, heisst das: Fähre und die fahren im November nicht, haben wir heute gelernt. Also…

Und was war mei Leistung? Der heutige Text war mal eher keine.