Tag 3: Desen­za­no – Mantova

Flusskieselpflaster - zum Radfahren besonders bösartig

Es fällt wirk­lich schwer auf einem Rad­ur­laub kei­ne blö­den Wit­ze über Man­tua zu machen – ‘zu Man­tua’ und ‘Ket­ten’, eh schon wis­sen. Wir reis­sen uns zusam­men und erspa­ren unse­ren p.t. Leser*innen das Fremd­schä­men. Wir sind hier in einer erstaun­lich klei­nen Stadt (Man­tua hat nur rund 50.000 Einwohner*innen), die sich nach mehr anfühlt, immer­hin mal Fürs­ten­sitz war und dann bis ins 19. Jhdt. habs­bur­gisch. Von letz­te­rem merkt man nichts, was uns wirk­lich nicht stört, und, sor­ry Tirol, es ist auch nicht so, dass man hier das schlech­te Gewis­sen raus­hän­gen lies­se, weil man hier vor gut 200 Jah­ren den Gast­wirt und Alpen­fun­da­men­ta­lis­ten mit dem lan­gen Bart hin­ge­rich­tet hat. OK, das waren ja auch die Fran­zo­sen, aber die haben schon gar kein schlech­tes Gewis­sen deswegen.

Dies­mal haben wir den Brou­ter inten­siv nach einer Rou­te mit weni­ger Ver­kehr befragt und eine bekom­men, die eher unse­rem Geschmack ent­spricht: statt schnur­ge­ra­de geht es kur­vig dahin, Ver­kehr ist ver­nach­läs­sig­bar, Stras­sen­be­lag – naja, reden wir nicht drü­ber. Bei der Opti­mie­rung der Stre­cke vor­bei an allen grös­se­ren Städ­ten ist uns aller­dings ein klei­ner Feh­ler unter­lau­fen: wir haben über­se­hen, dass wir ja auch irgend­wann was essen müs­sen und in die­ser Gegend gibt es kei­ne Super­märk­te, Bäcke­rei­en udgl. in den klei­nen Orten und sogar für Bars sind die Orte fast ein wenig zu klein. Von irgend­was müs­sen die Leu­te hier auch leben, aber ich fürch­te es invol­viert eine Auto­fahrt in die nächs­te grös­se­re Gemein­de. Wir gehen also an die eiser­ne Reser­ve und fah­ren auf dem Damm des Oglio und des Po und dann auf Wein­viert­ler Neben­stras­sen nach Mantua.

Die Fotos

Die Stre­cke

Total distance: 96.78 km
Max ele­va­ti­on: 142 m
Min ele­va­ti­on: 19 m
Total clim­bing: 1034 m
Total descent: ‑1076 m
Total time: 05:49:36
Down­load file: 2022–09-20_09-58_001.gpx

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