
Die Katze reist, die Kette schnurrt

Zwischen St. Andrä am Zicksee und Pamhagen habe ich im letzten Jahr mehrfach einen Feldhasen überfahren. Mit dem Fahrrad. Immer den gleichen. Er war aber eh schon tot und ich war an seinem Ableben nicht schuld. Irgendein Auto hatte ihn auf dem Gewissen, wie das leider zwischen den Feldern viel zu oft vorkommt und irgendwo

Es ist Jahreswechsel und wir haben tatsächlich das Johann-Strauß-Jahr überlebt. 2026 hat aber auch ein paar Jubiläen und Gedenktage für ins parat, musikalische: Franz Liszt (vielleicht wieder einmal ein Ausflug ins Mittelburgenland?), politische: Schlacht von Mohács (da waren wir schon) und die Unabhängigkeit der USA (da fahren wir nicht hin, aber man wird es auch

Von Wien nach Parndorf fahren wir normalerweise nicht. Nicht auf der direkten Strecke und nicht mit Parndorf als Ziel. Es sei denn wir hätten eine Mission zu erfüllen, heisst ich habe eine Mission zu erfüllen, die von Ulrich war ja nicht mehr erfüllbar, nachdem er den 25.12. lieber auf der Couch verbracht hat statt mit

Wer Zeit hat, fährt heute mit Regionalzügen besser. Wer nicht rechtzeitig reserviert hat, auch. Die Railjets sind nämlich voll, die Westbahnen auch, denn irgendwie müssen die 800.000 Besucher*innen des Silvesterpfades ja nach Wien transportiert werden, sollten sie nicht schon in der Stadt sein. Wir werden dort nicht hingehen, wie wir schon die letzten 20 Jahre

Im Winter sind die Bäume viel höher als im Sommer, sogar das Schilf am Neusiedler See wirft Schatten, in dem man im Juli einen ganzen Schanigarten unterbringen könnte. Doch wer wollte sich dort im Dezember hinsetzen, zu einer Jahreszeit, wo das Maximum an Outdoor-Gastronomie ein Glühwein am Christkindlmarkt ist und den trinkt man bekanntlich im

Die Zahlen der heutigen Tour lauten: 0 – 113 – 2 – 0 – 20 – 87 – 500. Null Kilometer beim heurigen Festive500 hat Ulrich bis jetzt, ich hingegen habe schon 113 und damit einen Vorsprung. Also müssen wir bei einer Tageshöchsttemperatur von 2 Grad heute raus und Kilometer sammeln. Immerhin waren es schön

Es war geweissagt worden, dass im Westen ein Stern aufgehen würde und so machten sich die zwei Weisen aus dem Osten des Landes auf den Stern zu suchen und für die Nachwelt abzulichten. Es handelte sich nämlich um ein um die Jahreszeit sehr seltenes Ereignis, der Stern war in der Bundeshauptstadt schon seit Wochen nicht

Es war eine Schlammschlacht auf den Feldwegen, wie es das immer ist, wenn es um diese Jahreszeit einmal regnet. Sonne und Wind trocknen die dünne Schicht Gatsch nicht mehr auf, die entlang der March auf vielen Wegen liegt. Der sandig-feuchte Untergrund fühlt sich schwer an – oder sind das nur die Reiseräder, auf denen wir

Wir sollten über den Begriff des “Bettelordens” reden. Heute waren wir nach Sonnenuntergang nämlich wieder in einer Kirche, in der Basilika “Santa Maria Gloriosa dei Frari”. Das ist eine stilistisch für Venedig eher untypische Kirche, sie ist nämlich gotisch. Ebenfalls untypisch ist das Datum ihrer Grundsteinlegung: der 15. August 1250. Heute unvorstellbar an Ferragosto jemanden

Was macht ein Fahrradblog in Venedig, der bekanntermassen fahrradunfreundlichsten Stadt Europas, wo man nicht nur nicht mit dem Rad fahren darf, wo es einfach auch unmöglich ist? Naja, wir machen das, was alle anderen auch tun: wir gehen zu Fuss. Auf uralten Steinplatten, auf dazwischen hingekleckstem Asphalt, auf Pflaster aller Grössen und Farben, treppauf und

In langen Reihen liegen die Totenschädel sauber übereinander gestapelt am Strassenrand, es müssen Tausende und Abertausende sein. Welche Völkerschaften haben einander hier im Mostviertel gegenseitig ausgerottet, fragen wir uns. Sekundenbruchteile später realisieren wir, dass der Nebel uns mit den Resten der heurigen Zuckerrübenernte genarrt hat. Im Nebel und mit dicken Ohrenklappen gegen die Kälte ist

Nebel bei 5 Grad. Kalte Finger, eisige Füsse, laufende Nase. Vor Kirchdorf will eine Entscheidung getroffen werden: riskieren wir es in die Bezirkshauptstadt zu fahren, knapp den Zug zu verpassen und eine Stunde herumzusitzen oder drehen wir um und steigen in der Stinkekäse-Metropole Schlierbach in den Zug? Schlierbach it is.