Im heurigen Sommerurlaub begeben wir uns auf die Spuren der Wikinger und der Hanse. Wir fahren an die und entlang der Ostsee soweit uns Wind und Wetter gewogen sind.
Die Stationen der Reise im Blog

Tag 1: Hamburg – Itzehoe
Wir waren geistig darauf vorbereitet erst gegen 10 Uhr oder 10 Uhr 30 in Hamburg aus dem Zug zu steigen, doch der Zug war auf die Minute pünktlich in Hamburg, wenn auch am Bahnhof Hamburg Harburg, also am falschen Ende der Stadt. Damit aber ist unser Kontingent an Wundern für den heutigen Tag erschöpft. Na…

Tag 3: Schleswig – Haithabu – Flensburg
Vor einer halben Ewigkeit, während meines Studium, fiel einmal der Name Heithabu. Es muss in einer Vorlesung zur Wirtschaftsgeschichte gewesen sein und die neuesten Entdeckungen und Ausgrabungen waren damals noch verhältnismässig rezent, dementsprechend begeistert war der Vortragende – zu Recht, denn heute ist Haithabu gemeinsam mit dem Danewerk UNESCO Weltkulturerbe. Die Funde der letzten gut…

Tag 4: Flensburg – Haderslev
Die Ostsee muss man hier erstmal finden. Sonst ist das mit einem Meer ja nicht so schwierig, man kann es riechen (Salz, Tang, Jod) und hören (Möwen), doch die Ostsee ist da recht zurückhaltend. Und wenn man sie dann mal erblickt, sieht sie nicht aus wie ein Meer, sondern erinnert mich irgendwie an den Balaton:…

Tag 5: Haderslev – Esbjerg
Von Haderslev geht es heute nach Westen, wir überqueren die Halbinsel Jütland. Das tun wir hauptsächlich aus meteorologischen Gründen: einerseits haben wir so endlich einmal Rückenwind und andererseits kommt in der Nacht auf Freitag eine Schlechtwetterfront und da wollen wir in der Nähe einer Eisenbahn nach Hamburg sein. Bevor es aber nach Westen geht, kommen…

Tag 6: Esbjerg – Skjern
Die Deutschen fliehen aus Dänemark. Ein langer Treck von Campingmobilen, Vans und Autos mit deutschen Kennzeichen kommt uns heute auf unserem Weg zur Küste entgegen. Da wir von politischen Verwicklungen nichts mitbekommen haben, kann es sich nur um Wetterflüchtige handeln, um Camper, die lieber nach Hause fahren als das Wochenende im feuchten Zelt oder Wohnwagen…

Tag 7: Esbjerg & Lübeck
„Der Zug war pünktlich“ ist ein Werk der phantastischen Literatur. Das bemerken wir sofort nachdem wir das Gebiet der Deutschen Bahn betreten, wenige Kilometer hinter der Grenze, in Niebüll gibt es gleich die erste Verspätung des Anschlusszuges. Dafür gibt es dann aber auch etwas zu sehen: den Autoreisezug nach Sylt, auf dem es scheinbar Pflicht…

Tag 8: Lübeck – Travemünde – Plön & Pansdorf – Lübeck
Wir waren im Museum, aber davon werde ich heute nicht erzählen. Würde zu lange dauern die Geschichte der Hanse nach der Ausstellung im Hanse-Museum nachzuerzählen, wir waren nämlich gleich 2.5 Stunden in der Ausstellung und sind jetzt entsprechend geschlaucht. Davor waren wir noch in der kleinen Ausstellung im Holsten-Tor und können jetzt unter in paar…

Tag 9: Lüneburg – Lübeck
Dies ist Teil drei des Selbstversuchs „Überleben in der Deutschen Bahn“ und ich sags gleich: er geht nicht gut aus. Begonnen hat er mit sehr rechtzeitiger Anreise zum (btw. sehenswerten) Bahnhof, dort noch ein Mittagessen beschafft und runter auf den Bahnsteig. Der Zug fährt planmässig in 25 Minuten, der Bahnsteig ist aber jetzt schon voll…

Tag 10: Lübeck – Wismar
„Nosferatu“ von F. W. Murnau war der erste aus einer langen Reihe historischer Stummfilme, die wir uns in den letzten Jahrzehnten angesehen haben. Wir haben nämlich auch noch andere Hobbies als das Radfahren und dazu gehört Stummfilm mit Live-Musik. In Wien haben wir da auch das grosse Glück, dass es im Konzerthaus einen Zyklus mit…

Tag 11: Wismar – Rostock
Wer wissen will, was passiert, wenn Backsteingotik auf Stalinismus trifft, kann sich das hier in Rostock ansehen. In den 1950er Jahren hat man dem wichtigsten Hafen der DDR eine Prachtstrasse für ein würdiges neues Zentrum spendiert, gleichsam die Berliner Karl-Marx-Allee, aber eben in Backstein. Das Zentrum der Stadt ist dort aber nicht, das dort geblieben,…
Die Strecken
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