Wien – Payerbach

⌴ 132.8km ⋅ ◿ 1043hm ⋅ ◺ 703hm ⋅ ⤓ 156m ⋅ ⤒ 794m ⋅ ☀︎ 28°C ⋅ ◷ 7:44:50

Dort oben am Hoch­ge­bir­ge, in Raach, auf fast 800 Metern über der Adria, gibt es etwas, das wir unten im Tal schon län­ger nicht mehr gese­hen haben: die Far­be Grün. Das ist ja eine Far­be, die nicht jede tra­gen kann, aber der Land­schaft des Feis­tritz­tals (nicht in Kärn­ten!) steht sie aus­ser­or­dent­lich gut. Sogar der Mais, an dem wir auf dem Weg nach oben vor­bei­fah­ren, ist manns­hoch, wie es sich gehört und nicht so ver­küm­mert wie unten. Dort gibt es das eine oder ande­re Feld, auf dem man höchs­tens für Volks­schul­kin­der ein Mais­la­by­rinth errich­ten könn­te. OK, stellt sich die Fra­ge, für wen das sonst gedacht ist, aber eines ist fix: wenn man oben drü­ber schau­en kann, macht es nur den hal­ben Spass.

In Raach am Hoch­ge­bir­ge, genau­er gesagt in Schlagl, gab es frü­her mal ein auf Bogen­sport spe­zia­li­sier­tes Hotel, das seit Jah­ren geschloss­sen hat. Hat sich wie so oft nie­mand gefun­den, der es über­neh­men woll­te, oder hat man sich etwa finan­zi­ell über­nom­men? Ich war da vor vie­len Jah­ren mal bei einem Kurs und habe es in guter Errin­ne­rung. Zwar schon recht abge­rockt, aber wenn man ein paar Tage Bogen­schies­sen geht, ver­bringt man den Tag ohne­hin mehr im Wald beim Pfei­le­su­chen als auf dem Zim­mer. Die Spei­se­kar­te war inhalt­lich weit­ge­hend ident mit Para­graph 3, Absatz 1 des nie­der­ös­ter­rei­chi­schen Jagdgesetzes.

Kaum am ehe­ma­li­gen Hotel vor­bei, geht es auch schon run­ter. Und wie! Ich bin ja froh, dass wir nicht anders­rum gefah­ren sind, von Glogg­nitz rauf nach Schlagl ist es um eini­ges stei­ler als vom Feis­tritz­tal. Man kommt da auch gleich auf recht anstän­di­ge Geschwin­dig­kei­ten. Dazu eine klei­ne Fra­ge an die p.t. Auto­fah­ren­den unter unse­ren Leser*innen: wenn auf einer kur­vi­gen Berg­stras­se vor euch 2 Renn­rad­fah­ren­de tal­wärts unter­wegs sind, wie über­holt ihr die? Die Ant­wort, die ein Gelän­de­wa­gen-Fah­rer mit Wolfs­bild auf dem Reser­ve­rad heu­te gege­ben hat, ist jeden­falls falsch und hat uns dazu genö­tigt eine ordent­li­che Brem­sung hin­zu­le­gen. Wir wün­schen dem Wolfs­fan einen jucken­den Aus­schlag an einer Stel­le, an der es unschick­lich ist sich zu kratzen.

Zurück geht es mit dem CJX 9, der jetzt mit Dop­pel­stock-Gar­ni­tu­ren aus dem Hau­se Stad­ler unter­wegs ist. Der alko­hol­freie Rad­ler aus dem Auto­ma­ten am Bahn­hof hat es aller­dings nicht bis in den Zug geschafft, der ist schon vor­her irgend­wie verdampft.

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