Tag 8: Lübeck – Tra­ve­mün­de – Plön & Pans­dorf – Lübeck

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Wir waren im Muse­um, aber davon wer­de ich heu­te nicht erzäh­len. Wür­de zu lan­ge dau­ern die Geschich­te der Han­se nach der Aus­stel­lung im Han­se-Muse­um nach­zu­er­zäh­len, wir waren näm­lich gleich 2.5 Stun­den in der Aus­stel­lung und sind jetzt ent­spre­chend geschlaucht. Davor waren wir noch in der klei­nen Aus­stel­lung im Hols­ten-Tor und kön­nen jetzt unter in paar der Sehens­wür­dig­kei­ten Lübecks ein Hakerl machen. 

Es gibt aber auch einen Tag vor der Muse­ums­nacht und der will auch genutzt wer­den. Am bes­ten mit dem Fahr­rad und noch bes­ser mit dem Fahr­rad in Rich­tung Tra­ve­mün­de. Von dort dann wei­ter nach Tim­men­dorf (das ist der Ort, nach dem der arme Wal benannt wor­den ist, den man heu­er im Früh­ling in der Ost­see wochen­lang „geret­tet“ hat statt auf die Wis­sen­schaft zu hören, die von Anfang an gesagt hat, dass Ret­tungs­ak­tio­nen eher sinn­lo­se Quä­le­rei für das Tier sind). Ers­ter Ein­druck der Ost­see­bä­der: kann man machen, ist aber schon ziem­lich over-hyped. Erin­nert ein wenig an Caor­le, aber mit schlech­te­rem Wet­ter und mehr BMW Cabri­os. Und das mit den Strand­kör­ben ver­ste­he ich noch immer nicht. Immer­hin war das Fisch­bröt­chen den Weg über die Ufer­stras­se ein­deu­tig wert. Und der Weg an der Steil­küs­te mit dem Fahr­rad ist auch sehr nett und erstaun­lich hügelig.

Nach­dem uns die Insel Feh­marn der­zeit nicht will, weil die Eisen­bahn gera­de in Arbeit ist, bie­gen wir in Rich­tung des Plö­ner Seen­ge­biets ab. Wir hügeln uns bei Sei­ten­wind durch eine Land­schaft, deren Seen gera­de so hohe Ufer haben, dass sie nicht aus­rin­nen. Trotz­dem heisst die Gegend „Hol­stei­ni­sche Schweiz“ und gefällt uns sehr gut. Wenn es denn nicht so win­dig wäre, man möch­te sich ans Ufer set­zen und ein­fach nur aufs Was­ser schau­en (wahl­wei­se Ost­see oder Bin­nen­see). So aber neh­men wir in Plön einen Pflau­men­ku­chen und einen Zug zurück nach Lübeck.

Wenn im Regio­nal­zug durch­ge­sagt wird, dass wegen eines Ober­lei­tungs­scha­dens die Wei­ter­fahrt auf unbe­stimm­te Zeit ver­zö­gert ist und man doch auf alter­na­ti­ve Ver­kehrs­mit­tel umstei­gen möge, dann tut man das. 15 Kilo­me­ter vor dem Ziel blei­ben wir de fac­to lie­gen. Dabei sit­zen wir doch in einem die­ser moder­nen Akku-Züge, die eigent­lich nicht auf Ober­lei­tun­gen ange­wie­sen sind! Egal, wir fah­ren sel­ber, auch wenn ein Blick in die DB App nach ein paar Kilo­me­tern zu ver­ra­ten scheint, dass wir uns dies­mal ver­rech­net haben. Der Zug dürf­te wie­der fah­ren. Ins­ge­samt sind wir damit ca. eine hal­be Stun­de lang­sa­mer als wenn wir im Zug geblie­ben wären, wobei 10 Minu­ten auf das Heben einer Stras­sen­brü­cke im Hafen­ge­biet von Lübeck zurück­zu­füh­ren sind – für einen mit­tel­gros­sen Kata­ma­ran. Ein wei­te­rer Blick in die DB App zu Hau­se rela­ti­viert den Zeit­ver­lust dann aber gewal­tig: der Ober­lei­tungs­scha­den wird noch den gan­zen Abend Pro­ble­me machen, aus einer hal­ben Stun­de Zeit­ver­lust wird so ein ‚hät­ten wir sonst heu­te nicht mehr geschafft‘. So geht sich die Muse­ums­nacht noch gut aus und wen die Geschich­te der Han­se und der Stadt Lübeck inter­es­siert, der sei auf die Aus­stel­lung im Han­se­mu­se­um ver­wie­sen. Ab mor­gen soll­te es ja auch wie­der Züge nach Lübeck geben.

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