Tag 6: Esbjerg – Skjern

⌴ 92.2km ⋅ ◿ 312hm ⋅ ◺ 326hm ⋅ ⤓ -1m ⋅ ⤒ 33m ⋅ ☀︎ 24°C ⋅ ◷ 6:11:57 ⋅ Σ 471km

Die Deut­schen flie­hen aus Däne­mark. Ein lan­ger Treck von Cam­ping­mo­bi­len, Vans und Autos mit deut­schen Kenn­zei­chen kommt uns heu­te auf unse­rem Weg zur Küs­te ent­ge­gen. Da wir von poli­ti­schen Ver­wick­lun­gen nichts mit­be­kom­men haben, kann es sich nur um Wet­ter­flüch­ti­ge han­deln, um Cam­per, die lie­ber nach Hau­se fah­ren als das Wochen­en­de im feuch­ten Zelt oder Wohn­wa­gen zu ver­brin­gen. Wir ver­ste­hen das nur zu gut, wir wer­den uns ihnen mor­gen anschlies­sen und der Schlecht­wet­ter­front in Rich­tung Lübeck zu ent­kom­men suchen. Wir wer­den sehen, wie erfolg­reich das sein wird.

Heu­te nut­zen wir noch ein­mal das war­me Som­mer­wet­ter und den Ost­wind, der uns in Null­kom­ma­nix an die Nord­see­küs­te bringt. OK, eigent­lich ist es das Wat­ten­meer und noch nicht das „rich­ti­ge“ Meer, aber das hat auch sei­nen Reiz, vor allem für die zahl­rei­chen Sur­fer und eine gan­ze Men­ge Rad­fah­ren­de, unter­wegs durch das Natur­schutz­ge­biet Ves­ter­ha­vet und zu den Cam­ping­plät­zen und Feri­en­häu­sern der Gegend. Hier also ver­ste­cken sie sich, die Dänen! In idyl­lisch zwi­schen Föh­ren und mit Hei­de­kraut bewach­se­nen Dünen an der Nord­see­küs­te gele­ge­nen Feri­en­häu­sern. Wir haben drei Tage gebraucht, aber jetzt haben wir sie gefun­den! Auch in der Stadt sind heu­te deut­lich mehr Men­schen unter­wegs, der Gast­gar­ten unse­res Restau­rants war vor dem Regen sogar rich­tig voll. Ges­tern, bei deut­lich bes­se­rem Wet­ter, war hier viel weni­ger los. Liegt wohl am Wochen­tag. Oder dar­an, dass man noch­mal auf ein Bier gehen will bevor der Regen kommt?

Die hie­si­ge Eisen­bahn haben wir auch aus­pro­biert, auf dem Weg zurück von Skjern nach Esbjerg. Klas­si­sche Nah­ver­kehrs­gar­ni­tur aus dem Haus Als­tom, pünkt­lich und sau­ber, aber etwas ande­res hät­te ich hier auch nicht erwar­tet, in die­sem Land, das in man­cher Hin­sicht eine Art brett­le­be­ne Schweiz zu sein scheint. Aber eine sehr für­sorg­li­che, in der man dar­an gedacht hat, dass ja auch im Zug irgend­wem schlecht wer­den könn­te und des­halb Kotz­tü­ten auf­ge­hängt hat und wo um 22 Uhr in einer men­schen­lee­ren Stadt die Ampeln einen nicht vor­han­de­nen Ver­kehr regeln und wo sogar manch­mal ein Fuss­gän­ger ste­hen bleibt und wartet.

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