Tag 3: Linz – Krems an der Donau

⌴ 150.2km ⋅ ◿ 332hm ⋅ ◺ 424hm ⋅ ⤓ 199m ⋅ ⤒ 296m ⋅ ☀︎ 29°C ⋅ ◷ 8:22:58 ⋅ Σ 386km

Am heu­ti­gen star­ken Rei­se­abend sind im Fern­ver­kehr von St. Pöl­ten nach Wien Hbf. kei­ne Fahr­rad­plät­ze mehr zu krie­gen. Der Regio­nal­ver­kehr fährt zum West­bahn­hof, die dar­an anschlies­sen­de Fahrt durch die über­hitz­te Stadt reizt uns aber nicht. Also hän­gen wir noch ein paar Kilo­me­ter dran und fah­ren auf der Schat­ten­sei­te, die zwi­schen Melk und Krems um die­se Uhr­zeit die Nord­sei­te ist, nach Krems. Da lan­det man dann am Franz-Josefs-Bahn­hof, was eine gering­fü­gi­ge Ver­bes­se­rung ist (13 Kilo­me­ter statt 15), aber immer­hin. Ja, ernst­haft, wir fah­ren zuerst 150 Kilo­me­ter und dis­ku­tie­ren dann, wo wir auf dem Weg vom Bahn­hof nach Hau­se etwas ein­spa­ren können.

Die Sache mit der Ernäh­rung ist am Wochen­en­de in Öster­reich echt ein Pro­blem. Die Super­märk­te haben bekannt­lich geschlos­sen, also blei­ben Tank­stel­len als fast ein­zi­ge Ver­pfle­gungs­mög­lich­keit, wenn man nicht das Glück hat eine geöff­ne­te Bäcke­rei zu fin­den. Manch­mal lernt man an einer Tank­stel­le aber auch inter­es­san­te Men­schen ken­nen. Heu­te war das ein der­zeit als Tank­wart arbei­ten­der Rad­rei­sen­der auf der Suche nach einem anstän­di­gen Rah­men für die nächs­te Wüs­ten­durch­que­rung. Der letz­te Rah­men (Alu) hat zum Schluss Pro­ble­me gemacht, war­um nicht mal auf Stahl umstei­gen? Die Ran­don­neu­re, die wir vor dem Urlaub wie­der aus­ge­mot­tet haben, fal­len genau ins Beu­te­sche­ma eines Lang­stre­cken­fah­rers, also wird ein wenig gefach­sim­pelt über Stahl­rah­men, Schei­ben­brem­se ja oder nein, mög­li­che Rei­fen­brei­te etc. Da wird sich sicher etwas fin­den, das einen Rad­ler durch die nächs­te Wüs­te trägt.

Wenn man aus dem Sor­ti­ment eines durch­schnitt­li­chen Tank­stel­len­shops Schlüs­se zie­hen darf, dann sind wir dort eher nicht die Haupt-Ziel­grup­pe. Die kauft gekühl­tes Bier, Ener­gy­drinks, Eis und Grill­koh­le. Schwie­rig… Somit habe ich heu­te geges­sen: 1,5 Mohn­fles­serl mit Käse zum Früh­stück, 1 Korn­spitz mit Käse zu Mit­tag, ein klei­nes Eis und ein hal­bes Sackerl Sesam-Fisch­li. Im Zug dann ein Twix und ein paar Maoam aus dem Sel­ec­ta. In Sum­me für die Stre­cke ers­tens zu wenig und zwei­tens eigent­lich nur Glum­pat. Der Hun­ger-Anfall kommt 2 Kilo­me­ter vor der Haus­tür. Und des­halb schin­den wir auf dem Heim­weg Kilometer!

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