Tag 3: Linz – St. Pölten

⌴ 153.5km ⋅ ◿ 764hm ⋅ ◺ 788hm ⋅ ⤓ 208m ⋅ ⤒ 367m ⋅ ☀︎ 28°C ⋅ ◷ 8:10:37 ⋅ Σ 379km

Im direk­ten Ver­gleich zwi­schen Win­disch­gars­ten und St. Pöl­ten hat die nie­der­ös­ter­rei­chi­sche Lan­des­haupt­stadt die Nase vorn: 9 direk­te Zugs­ver­bin­dun­gen nach Wien zwi­schen 20 und 21 Uhr, von denen 7 bei Ver­füg­bar­keit auch kurz­fris­tig Fahr­rä­der mit­neh­men: 1 Punkt für St. Pöl­ten. Gut sor­tier­te Bal­kan­bä­cke­rei mit Käse­bö­rek gleich gegen­über dem Bahn­hof: eben­falls 1 Punkt. Lift und Roll­trep­pe zum Bahn­steig: aus­ser Kon­kur­renz, in Win­disch­gars­ten spielt das kei­ne Rol­le. „Okay“ mit gekühl­ten Geträn­ken: zwei wei­te­re­re Punk­te für St. Pöl­ten (einer von Ulrich, einer von mir). Lokal­ko­lo­rit: die Tran­k­ler­par­tie mit Schwe­cha­ter­do­sen vor dem St. Pölt­ner Bahn­hof oder der Gös­ser-Wag­gon in der Modell­bahn­an­la­ge – schwie­ri­ge Fra­ge, unent­schie­den. Aber dann zieht Win­disch­gars­ten unein­hol­bar an St. Pöl­ten vor­bei: die Land­schaft der Kalk­al­pen – dou­ze points! 

Die heu­ti­ge Tour hat aber ein paar ande­re net­te Din­ge zu bie­ten. Da wäre ein­mal ein ziem­lich pene­trant nach Laven­del rie­chen­des baro­ckes Stift Sei­ten­stet­ten. Jetzt, wo wir wis­sen, dass es um 14:30 eine Füh­rung gibt und man sich den Gar­ten jeder­zeit anschau­en kann, ist das gele­gent­lich einen ech­ten Besuch wert. Vor allem der Gar­ten, in den wir nur kurz hin­ein­ge­schaut haben, ver­spricht so eini­ges, von Barock bis Kräu­ter. Wenn es nur nicht so heiss gewe­sen wäre. Stadt Haag (nicht zu ver­wech­seln mit Den Haag, das viel weni­ger hüge­lig liegt) haben wir für das Mit­tag­essen aus­er­ko­ren: über­teu­er­tes Tank­stel­len­zeug und als Des­sert fri­sche Erd­bee­ren vom Standl dane­ben. Abge­se­hen von den Erd­bee­ren gibt es in Haag eine goti­sche Kir­che und gleich dane­ben eine Frei­luft­büh­ne: ein paar Ses­sel, ein schwar­zer Tisch, die hin­te­re Hälf­te eines Zim­mers mit schmut­zi­ger blau­er Tape­te, an den Wän­den aus­ge­stopf­te Fisch­köp­fe. Wel­ches Stück könn­te das sein? Das Inter­net weiss es: heu­er wird beim Thea­ter­som­mer in Stadt Haag der „Gei­zi­ge“ von Moliè­re gegeben.

Nach dem Börek in St. Pöl­ten stei­gen wir in einen IC ein, eine der über die DB von der West­bahn an die ÖBB gekom­me­nen Gar­ni­tu­ren. Fahr­rad­platz ver­kauft man uns kei­nen, statt­des­sen sagt der Ticket­shop, dass wir „nach Mass­ga­be ver­füg­ba­rer Plät­ze“ mit­ge­nom­men wer­den. Chall­enge accept­ed, den­ken sich auch ande­re (heu­te war Rad­ma­ra­thon in der Wach­au) und tre­ten den Beweis an, dass in einen Stad­ler KISS min­des­tens dop­pelt so vie­le Räder pas­sen wie vor­ge­se­hen. Min­des­tens, denn man konn­te dazwi­schen fast noch durch­ge­hen. Man­che Zeit­ge­nos­sen aller­dings macht das Gedrän­ge rund um das eige­ne Rad ein wenig unrund. Beson­de­re Ner­vo­si­tät herrscht um ein Renn­rad mit inte­grier­tem Cock­pit und SRAM-Schal­tung. Welt­un­ter­gang, wenn man sein schnö­des Gra­vel­bike da anlehnt! Da bleibt dann nur noch der Pri­vat­chauf­feur fürs Can­yon-Plas­tik­radl oder halt sel­ber fah­ren. Die 80 Kilo­me­ter kön­nen ja kein gros­ses Pro­blem sein mit dem Teil, oder?

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    Linz – St. Pölten

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Ein Kommentar zu „Tag 3: Linz – St. Pölten“

  1. Omg D: Wie cool ist dein Pro­fil denn bit­te? Auf die Idee mit der Kat­ze muss man erst ein­mal kom­men! xD

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