Tag 2: Kős­zeg – Wien

⌴ 153.7km ⋅ ◿ 975hm ⋅ ◺ 1100hm ⋅ ⤓ 153m ⋅ ⤒ 650m ⋅ ☀︎ 29°C ⋅ ◷ 9:06:32

Wenn man so durch die Land­schaft des Mit­tel­bur­gen­lan­des und des süd­li­chen Nie­der­ös­ter­reich, die Buck­li­ge Welt, fährt, bemerkt man in all dem üppi­gen Grün gar­nicht, dass es eigent­lich viel zu tro­cken ist. Land­wirt­schaft­lich gebil­de­te­ren Men­schen wird das ver­mut­lich auf den ers­ten Blick auf­fal­len. Wir aber sind bekannt­lich zwar Land­rat­ten, jedoch in einer ande­ren Bedeu­tung von „Land“. Vor allem aber sind wir Stadt­pflan­zen und nur am Wochen­en­de auf dem Land unter­wegs. Uns gefällt die­ser schon som­mer­li­che Sonn­tag in den Hügeln und wir neh­men daher die bekannt schlech­te Ver­sor­gungs­la­ge grum­melnd in Kauf und pas­sen die Mägen an einen gan­zen Tag Süss­kram an. Es gibt Plun­der mit Maril­len als zwei­tes Früh­stück, Nuss­schne­cke als Mit­tag­essen und Eis bei Lucky’s Eis­sa­lon in Pit­ten. Land­auf, land­ab kla­gen die Gastronom*innen über gestie­ge­ne Prei­se von Grund­pro­duk­ten, in Pit­ten kos­tet eine Kugel Eis noch immer 1 Euro, wie schon vor 5 Jah­ren, und die Leu­te ste­hen Schlange.

Inzwi­schen kle­ben uns von so viel süs­sem Zeug schon die Magen­wän­de anein­an­der, aber nach über 100 Kilo­me­tern muss es dann noch­mal sein. Wir blei­ben bei einem Sel­ec­ta Auto­ma­ten für ein gekühl­tes Getränk (end­lich!) ste­hen und irgend­was aus der Snack-Abtei­lung des Auto­ma­tens. Dort aber wer­den mir alle irgend­wie sinn- und nahr­haf­ten Optio­nen ver­wei­gert, nur bei den sau­ren Gum­mi­kir­schen von Hari­bo sagt der Auto­mat end­lich nicht „Bit­te ande­res Pro­dukt wäh­len“. OK, dann halt die. Kir­schen sind doch wenigs­tens Obst, oder? Kor­ri­giert wird die­se Ernäh­rung durch einen in Not­wehr ver­zehr­ten Bur­ger mit Pom­mes in Schwe­chat. Ich glau­be, wir müs­sen uns da irgend­was über­le­gen, wenn wir uns für ein Mit­tag­essen wei­ter­hin nicht der nie­der­ös­ter­rei­chi­schen „Wirts­haus­kul­tur“ unter­wer­fen wollen.

Auch wenn das so klingt als wäre es nur ums Essen gegan­gen, nein, heu­te gab es auch etwas zu sehen. In der Gemein­de Edlitz, gleich hin­ter Tho­mas­berg, steht etwas, das der Dehio als „mäch­ti­ge spät­go­ti­sche Wehr­kir­che“ bezeich­net. Wenn man auf dem klei­nen Platz davor steht, wirkt die aller­dings nicht gar so mäch­tig und den Cha­rak­ter als Wehr­kir­che kann man auch nur aus den zahl­rei­chen Löchern in der Fas­sa­de erschlies­sen. Das ändert sich aller­dings, wenn man einen klei­nen Rund­gang um die Kir­che unter­nimmt und die Mög­lich­keit hat ein paar Schrit­te vom Gebäu­de weg nach oben zu sehen. Vie­le Ele­men­te einer Wehr­kir­che sind in den obe­ren Stock­wer­ken noch erhal­ten, man kann sie angeb­lich bei einer Füh­rung besich­ti­gen, und neben der Kir­chen­tür beschreibt eine sche­ma­ti­sche Dar­stel­lung, wie das alles funk­tio­niert hat. Eine Kar­te der wei­te­ren Umge­bung gibt es auch mit Hin­wei­sen auf wei­te­re Wehr­kir­chen in der Buck­li­gen Welt. Wir wer­den die Augen offen halten.

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3 Kommentare zu „Tag 2: Kős­zeg – Wien“

  1. Habt ihr viel­leicht einen Über­nach­tungs­tipp in Köszeg?
    Dan­ke + Gruss
    Rudi

  2. Dan­ke, sieht nett aus!

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