Tag 1: Wien – Kőszeg

⌴ 125.2km ⋅ ◿ 929hm ⋅ ◺ 809hm ⋅ ⤓ 154m ⋅ ⤒ 500m ⋅ ☀︎ 28°C ⋅ ◷ 6:30:17 ⋅ Σ 125km

Jetzt haben wir es doch noch nach Ungarn geschafft, nicht nach Szom­ba­the­ly, aber immer­hin nach Kős­zeg. Die Stre­cke dort­hin ist fast die sel­be und weit­ge­hend unspek­ta­ku­lär, wenn man von der Abfahrt run­ter vom Mat­ters­bur­ger Berg absieht, die immer wie­der nett ist. Mit bür­ger­li­chem Namen heißt die­ser Berg übri­gens „Sieg­gra­be­ner Sat­tel“ und gilt der Wiki­pe­dia als Gebirgs­pass. Er hat sogar eine rich­ti­ge Spitzkehre.

Ich könn­te mich noch­mal dar­über ärgern, dass man es beim Spar in Pot­ten­dorf zusam­men­ge­bracht hat den Pfand­rück­ga­be­au­to­ma­ten so anzu­brin­gen, dass man mit Roll­stuhl nicht zufah­ren kann. Es steht der Unter­schrank des ansons­ten prak­ti­schen Wasch­be­ckens neben der Fla­schen­rück­ga­be im Weg. Könn­te man leicht kor­ri­gie­ren indem man das Kastl 20 Zen­ti­me­ter wei­ter links mon­tiert, macht man aber nicht und lässt statt­des­sen eine Roll­stuhl­fah­re­rin ande­re zum Auto­ma­ten gehen­de Kund­schaft um Hil­fe bit­ten. Gut, ein wenig Soli­da­ri­tät unter schmal Bereif­ten (ob par­al­lel oder hin­ter­ein­an­der mon­tiert) und ein paar Dosen für jemand ein­zu­wer­fen ist jetzt kein gros­ses Ding, aber bei einem 2025 mon­tier­ten Gerät nicht auf Bar­rie­re­frei­heit achten…

Nächs­te Sta­ti­on: Ober­pul­len­dorf ist Bezirks­haupt­stadt und hat als sol­che alles, was man haben muss: Fach­markt­zen­trum, Behör­den, Schu­len, Sani­täts­haus, Kino, min­des­tens zwei Eis­sa­lons und ein paar Restau­rants ent­lang der gewun­de­nen Haupt­stras­se und am Haupt­platz. Bei einem der Eis­sa­lons bestel­len wir uns zwei Becker und fra­gen uns: war­um sieht Ober­pul­len­dorf aus, wie es aus­sieht? Ich will jetzt nicht sagen, dass die Stadt häss­lich ist, aber sie wirkt als hät­te sie am Ende des 2. Welt­kriegs noch eini­ges abbe­kom­men. Der Haupt­platz ver­strömt leich­te Brem­ver­ha­ven-Vibes, aber das Eis ist vom Eis­ma­cher und das macht es wie­der wett.

Tota­ler Kon­trast in Kős­zeg: Archi­tek­tur gibt es hier in Renais­sance- und Barock­stil zu Hauf und irgend­wann wird der Tag gekom­men sein, wo alle drei Kir­chen im Zen­trum zeit­gleich fer­tig reno­viert sind. Irgend­wann wer­den wir auch früh genug ankom­men um uns die Syn­ago­ge der Stadt anzu­se­hen. Um 17 Uhr schliesst die lei­der und das ist für uns eine ech­te Her­aus­for­de­rung auch ohne Eis unter­wegs. Also kei­ne Syn­ago­ge, statt­des­sen ein kur­zer Spa­zier­gang durch die klei­ne Stadt und als Ape­ri­tif ein loka­les Bier auf dem gros­sen Platz vor der halb reno­vier­ten Kir­che, wo heu­te auch eine Band mit etwas zu lau­tem Schlag­zeug spielt. Das aller­dings nur bis halb 9, dann ist auch dort Schluss und man geht dar­an die Geh­stei­ge hoch­zu­klap­pen. Letz­tes Jahr im Som­mer war hier in der Stadt ein­deu­tig mehr los, stel­len wir fest, aber da war es auch schon warm genug für eine Gastgartensaison.

Die Fotos

Die Stre­cke

Track Down­loads
    Wien – Kőszeg

Fediverse reactions


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert